Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Ein Augenblick Freiheit

Ein Augenblick Freiheit

Tragikomischer Episodenfilm über eine Handvoll Flüchtlinge, die in Ankara auf ihre Asylbescheide warten.

Gestrandet in Ankara - "Ein Augenblick Freiheit"

Videoplayer konnte nicht geladen werden.

Gestrandet in Ankara - "Ein Augenblick Freiheit" --

01:24 min

For a moment freedom
Österreich

Regie: Arash T. Riahi
Mit: Navid Akhavan, Fares Fares, Behi Djanati Ataï

- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating

Film bewerten

rating rating rating rating rating
30.09.2009
  • Verleihinfo

Nichts gegen „Wüstenblume“, aber ein typisches Bild vom Immigrantendasein zeichnet die Filmbiografie Waris Diries nicht unbedingt. Da ist man in dem erstaunlichen Debütspielfilm des jungen Regisseurs Arash T. Riahi besser aufgehoben. Auch auf der Basis eigener Flucht-Erfahrung inszeniert der aus dem Iran stammende Österreicher die Erlebnisse einer Handvoll Menschen aus dem Mittleren Osten, die es nach mitunter tödlich gefährlicher Reise gerade mal an die Schwelle der Festung Europa geschafft haben.

In der türkischen Hauptstadt Ankara beginnt das große Warten auf Asylbescheide, die es für die meisten niemals geben wird. Leichtläufig lässt uns der Film an ihrem Alltag teilhaben, in dem sich die Angst vor Zurückweisung und die Hoffnung, bald ein besseres Leben beginnen zu können, die Waage halten.

Da ist der kurdische Luftikus Manu, der seiner zurück gebliebenen Familie am Telefon vorgaukelt, er sei längst glücklich in Deutschland angekommen. Mit seinem Kumpel fängt er im Park einen Schwan, um mal was anderes als Brot und Käse in den Magen zu kriegen. Schlimmer erwischt es Ali (Navid Akhavan aus „Salami Aleikum“), der vom iranischen Geheimdienst gekidnappt wird – mitsamt zwei kleiner Kinder, die er bei ihren politisch verfolgten Eltern in Wien abliefern soll. Ein anderer ist nach zermürbendem Spießrutenlauf durch die Amtsstuben am Ende so weit, dass er einer Schicksalsgefährtin die Papiere klaut, um vor seiner Frau nicht als Versager dazustehen.

Trotz des hart realistischen Kerns seines Spielfilm-Debüts ist der Regisseur durchaus auf Kinowirkung bedacht; verblüffend stilsicher mischt er Ehedrama, Schelmenkomödie, Lovestory, Thriller-Splitter und poetische Passagen unters Alltags-Panorama. Umso effektiver kommt das politische Anliegen zur Geltung: Dass es dem Westen gut anstünde, seine inhumane Flüchtlingspolitik grundlegend zu überdenken.

Spielplan

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

30.09.2009, 12:00 Uhr | geändert: 05.10.2009, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
 
Aus der Filmregion
Neueste Artikel
Der Arsenal-Verleih hat sich der Liebeskomödie angenommen Comeback der Schwimmbad-Romanze
Filmreihe führt zu allerlei Ursprüngen Wie das Feuer entdeckt und die Zukunft erfunden wurde
Raving Iran im Club Schwarzes Schaf Mit Techno-Klängen gegen das Regime
Interview zur Doku „Berlin Rebel High School“ Lehrer, die das „Klaus-ige“ haben
Zuletzt kommentiert
Schlichtweg genial ist an diesem strunzöden, oft lachhaften, aber nie wirklich lustigen Film eher mal gar nix. der Humor ist seicht, platt und bemüht, was dann gar mehr an einen teutonischen Genrevertreter gemahnt. von französischer Leichtigkeit und Spritzigkeit iss hier nix zu sehen. Einzig das engagierte Spiel der immer irgendwie knuffigen, sympathischen Virginie Efira rettet die cineastische Stinkbombe vor dem Totalabsturz. Um den Tagblatt-Kritiker indes muss man sich langsam wirklich Sorgen machen ...
Dieter Dödel über Victoria - Männer und andere Missgeschicke
Aus der Filmwelt
Neueste Artikel
Neue Trailer
Neueste

Kino Suche im Bereich
nach Begriff