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Eagle Eye - Außer Kontrolle

Ein Haufen Hitchcock-Versatzstücke ergibt noch keinen Film, der des Altmeisters würdig wäre.

Ein Haufen Hitchcock-Versatzstücke ergibt noch keinen Film, der des Altmeisters würdig wäre.

Eagle Eye - Außer Kontrolle

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© null 01:12 min

EAGLE EYE
USA

Regie: D.J. Caruso
Mit: Shia LaBeouf, Michelle Monaghan, Rosario Dawson, Michael Chiklis

- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

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Film bewerten

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23.11.2015
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Schon dem vorletzten Film mit Jungstar Shia LaBoeuf, dem Spanner-Krimi „Disturbia“, wurde vorgeworfen, er plündere schamlos bei Alfred Hitchcock. Für den neuen, wiederum inszeniert von D.J. Caruso, gilt das nämliche. Nicht nur dass das Finale von „Eagle Eye“, in dem ein Konzert einen Mordanschlag verschleiern soll, eines der berühmtesten Hitchcock-Motive (aus „Der Mann, der zu viel wusste“) imitiert – auch erinnert das gesamte Grundgerüst des Films gar sehr an den Klassiker „Der unsichtbare Dritte“.

Wie einst Cary Grant spielt LaBoeuf einen arglosen Max Mustermann, der sich von einem Tag auf den anderen in ein undurchschaubares Netz des Verbrechens verstrickt sieht. Eine mysteriöse Telefonstimme erpresst ihn zu allerlei Verrichtungen, die offenbar auf einen großen Terroranschlag hinauslaufen. Von allen Seiten unter Druck gesetzt, bleibt ihm nichts übrig, als die Drahtzieher mit Hilfe einer Schicksalsgefährtin (Michelle Monaghan) selbst aufzuspüren.

Das Wandeln auf Old Hitchs Spuren verhilft dem Film anfangs zu einiger Spannung, die von der Inszenierung jedoch nach Kräften sabotiert wird. So geht jeglicher Rhythmus flöten, weil die nach eher altmodischem Krimi-Strickmuster entwickelte Handlung ständig von überkandideltem Action-Remmidemmi aufgescheucht wird. Auch weicht die Atmosphäre unbestimmter Bedrohung alsbald einer simplen Standpauke an die Adresse staatlicher Datensammler.

Vor allem aber ist Shia LaBeouf in seiner ersten Erwachsenen-Rolle ein Totalausfall, quält sich ohne jede charakterliche Kontur durchs Geschehen. Aber vielleicht will das heutige Publikum ja Schauspieler von der Ausdruckskraft einer Computerspiel-Figur haben.

Spielplan

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23.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 21.07.2009, 12:00 Uhr

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14.10.2008

12:00 Uhr

shevad schrieb:

Um ein Vielfaches zu hektischer Film, der am Ende seiner atemlosen Hatz wieder mal keine Pointe liefert, sondern Stangenware wie hinlänglich aus dem US-Kino bekannt. Bis dahin ist es wenigstens ordentlich bis mäßig unterhaltsam und kurzweilig.



 
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Schlichtweg genial ist an diesem strunzöden, oft lachhaften, aber nie wirklich lustigen Film eher mal gar nix. der Humor ist seicht, platt und bemüht, was dann gar mehr an einen teutonischen Genrevertreter gemahnt. von französischer Leichtigkeit und Spritzigkeit iss hier nix zu sehen. Einzig das engagierte Spiel der immer irgendwie knuffigen, sympathischen Virginie Efira rettet die cineastische Stinkbombe vor dem Totalabsturz. Um den Tagblatt-Kritiker indes muss man sich langsam wirklich Sorgen machen ...
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