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Bob Geldof kommt

E-Mail-Interview vor Rock Of Ages in Seebronn

Mit „I don’t like Mondays“ landeten die Boomtown Rats 1979 einen weltweiten Hit. Sänger Bob Geldof wurde zur Ikone, als er die Band Aid ins Leben rief. Vor seinem Auftritt bei Rock Of Ages hat Michael Sturm ein Interview mit dem Iren per E-Mail gemacht.

25.07.2012

Sir Bob, die Lieder auf Ihrer neuen Platte „How To Compose Popular Songs That Will Sell“ hören sich so frisch und fröhlich an, als wären Sie noch in ihren Zwanzigern, dabei sind Sie nun 61 Jahre alt. Hat sich Ihre Art Songs zu schreiben im Lauf der Zeit verändert?

Es ist eigentlich genau so wie früher, aber Du schreibst über andere Dinge. Wenn Du jung bist, beobachtest Du die Welt, als würdest Du sie zum ersten Mal sehen – mit all ihren Fehlern. Wenn Du älter bist, ist die Welt so, wie Du sie in Deinem Leben gestaltet hast – mit allen guten und schlechten Dingen. Deine Beobachtungen sind dann mehr nach innen gerichtet. Du hast so viel erlebt, dass es mehr persönliche Dinge gibt, über die man reden möchte. Ich liebe die Lieder von unserem ersten Album mit den Boomtown Rats. Aber ich weiß nicht, ob ich sie jetzt noch einmal schreiben würde. Umgekehrt hätte der 21-jährige Bob Geldof nicht die Songs meines aktuellen Albums schreiben können.

Ein sehr ansprechender Song des neuen Albums heißt „Silly Pretty Thing“. Im Video dazu springen sie auf einem Trampolin herum und wirken recht glücklich dabei.

Ich glaube nicht, dass ein Trampolin für Glück steht. Ich bin auf dem Trampolin gesprungen, weil ich den Videodreh so schnell wie möglich hinter mich bringen wollte. Ich mag es nicht, für solche Clips vor der Kamera zu stehen – sie sind langweilig und meist ziemlich dumm. Das Springen war einfach umzusetzen. Und es war billig, was auch nicht zu unterschätzen ist.

Auf ihrem vorigen Album „Sex Age & Death“ haben sie die Schicksalsschläge verarbeitet, mit denen Sie und Ihre Familie fertig werden mussten. Wie sind Sie darüber hinweg gekommen?

Die Zeit hilft Dir. Die Zeit und die Liebe.

Stimmt es, dass sie ihre neu produzierte Musik am liebsten gemeinsam mit ihren Kindern und Freunden in ihrem Auto hören?

Am liebsten sitze ich allein im Auto und drehe die Musik richtig laut auf.

An welchem Ort wirkt ihre neue Platte besonders gut?

„How To Compose Popular Songs That Will Sell“ hören Sie am besten mit ihren Ohren – wo, das ist egal. Ich habe versucht, die neuen Songs mit meiner Nase zu hören, aber es hat nicht so gut geklappt.

Die Platte ist stilistisch ziemlich breit aufgestellt, zwischen Folk und Noise Rock, wie kam es dazu?

Unterschiedliche Gefühle erfordern unterschiedliche Kompositionen. Aber egal, welchen Stil ich verwende, die Lieder vermitteln immer genau das, was ich sagen will. Es klingt immer sehr nach Bob Geldof. Das liegt auch an meiner großartigen Band, die alles spielen kann, was ich will.

Lassen Sie sich beim Komponieren ihrer Lieder von Ideen anderer Künstler beeinflussen? Was läuft auf ihrem iPod?

Ich habe drei iPods, aber ich benutze sie nie. Manchmal nehme ich die Gitarre und habe gar nichts im Kopf. Manchmal aber kommt plötzlich eine Idee, und wenn Du glücklich bist, dann ist es eine gute. Solche Momente sind sehr aufregend und befriedigend.

Seit Band Aid gelten sie als eine politische Figur. Halten Sie es für wichtig, als Musiker eine Botschaft zu haben?

Die einzige Aufgabe des Künstlers ist es, ein guter Künstler zu sein. Scheitern kann er nur, wenn er schlechte Kunst schafft. Alles andere muss jeder für sich entscheiden.

E-Mail-Interview vor Rock Of Ages in Seebronn

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25.07.2012, 12:00 Uhr
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