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Luftverkehr

Drohendes Flugchaos über Weihnachten

Eine Computerpanne bei American Airlines gefährdet 15 000 Flüge. Tausende Piloten haben versehentlich Urlaub bekommen.

01.12.2017
  • PETER DETHIER

Washington. Ein peinlicher Computerfehler bei American Airlines (AA) hat dazu geführt, dass tausende Piloten während der Weihnachtstage versehentlich freibekommen haben. Die Panne könnte die Streichung von 15 000 Flügen zwischen Mitte Dezember und Silvester zur Folge haben. Das Unternehmen arbeitet fieberhaft daran, die betroffenen Verbindungen entweder mit Reservepiloten zu besetzen oder fest angestellten Flugkapitänen großzügig bezahlte Überstunden anzubieten. Dagegen stemmt sich die Pilotengewerkschaft Allied Pilots Association. Sie spricht von einem Verstoß gegen den Tarifvertrag und befürchtet zudem Risiken für die Sicherheit der Passagiere.

Jedes Jahr treten während der zweiten Dezemberhälfte über 50 Millionen Amerikaner einen Weihnachtsurlaub an, und viele von ihnen müssen nun kurzfristig umdisponieren. Piloten tragen sich nämlich je nach Alter für bevorzugte Flugstrecken ein. Zeigt das System an, dass sich mehrere für denselben Flug angemeldet haben – und genau das ist bei American Airlines irrtümlich geschehen – dann können Mitglieder der Cockpit-Besatzung ihren Namen wieder streichen lassen. Da auch Flugkapitäne die Festtage mit ihren Familien verbringen wollten, haben tausende ihren Eintrag wieder gelöscht.

Am stärksten vom Ausfall betroffen wären Verbindungen, die von dem American-Airlines-Drehkreuz in Dallas–Fort Worth ausgehen. Auch könnten Gäste, die über Washington, Miami, Boston, Philadelphia und andere Metropolen gebucht haben, nun gezwungen werden, sich nach Alternativen umzusehen.

Um Krisenmanagement bemüht, erklärte ein Konzernsprecher prompt, dass man alles unternehme, um die Folgen der Computerpanne zu beheben. „Uns stehen einsatzbereite Reservepiloten zur Verfügung. Auch wollen wir Piloten, die freiwillig die unbesetzten Flugrouten übernehmen, bis zu 150 Prozent ihres üblichen Stundensatzes zahlen“, sagte American-Airlines-Sprecher Matt Miller.

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01.12.2017, 06:00 Uhr
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