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24.11.2015

Mit einer Verurteilungsquote von 97 Prozent ist Nachwuchsjurist Willy Beachum (Ryan Gosling) der Star der Staatsanwaltschaft. Um sein Können in Reichtum zu verwandeln, hat er gerade bei einer renommierten Privatkanzlei angeheuert. Ein letzter Fall liegt noch auf seinem alten Schreibtisch, doch der scheint läppisch simpel.

Der Industrielle Crawford (Anthony Hopkins) hat aus Eifersucht seine Frau ins Koma geschossen und danach ein Geständnis abgelegt. Auf weitere Ermittlungen glaubt Beachum verzichten zu können, was sich vor Gericht bitterlich rächt: Mit infamer Schläue verdreht Crawford die Fakten ins Gegenteil. So droht nicht nur einem Verbrecher der Freispruch, auch des Anwalts hoffnungsvolle Karriere scheint in Trümmern zu liegen.

Regisseur Gregory Hoblit erfindet das etwas ins Hintertreffen geratene Genre des Gerichtsfilms nicht gerade neu. Der Plot um das (nicht ganz) perfekte Verbrechen verläuft in konventioneller Bahn und ist vom Ende her betrachtet an den Haaren herbeigezogen. Dennoch überzeugt der Film als packendes Duell zweier sozial und psychologisch profund entwickelter Charaktere, die letzten Endes für gegensätzliche Prinzipien stehen.

Beachum/Gosling fällt vom Grat zwischen öligem Jura-Laffen und moralbewusstem Rechtspfleger auf die richtige Seite. Hopkins verschweißt Elemente von Hannibal Lecter und Homo Faber zu einer Intelligenz-Bestie, die Liebesbekundungen und Mordpläne mit der selben technokratischen Effizienz erledigt.

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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...  Der beste Film, den ich seit langem gesehen habe: Unterschiedliche Protagonisten versuchen jeder auf seine Art, sich durch das Menschenaffentum zu schlagen. Sie tun das mit Witz, Einfallsreichtum und Zusammenhalt. Zunächst will ihnen das auch gelingen, dann werden Ihnen doch zu viele Steine in den Weg gelegt. Die Aufnahmen der einzelnen Szenen sind grandios, die Musik ist spitze, und die Handlung ist bitter-böse-humorvoll. Gut fand ich die Szene, als der Typ bei der Polizei sitzt und die seine Finger anbscannen und seine Hand in einen Scanner legen. Und dann das Geräusch von diesem absurden Gerät in die Stille des Kinosaals hinein, super! Oder der Bulle, dessen Finger wie eine blinde Krähe über der Tastatur kreist, bevor sie dann gnadenlos zuschlägt
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