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Tübingen

Die Weisheit des Gehirns

Sprachforscher haben eine tröstliche Nachricht für die Älteren: Deren Gehirn arbeitet zwar langsamer, dafür aber leistungsfähiger.

23.01.2014
  • RAIMUND WEIBLE

Tübingen Wie war doch gleich der Name des neuen Bundesministers für Gesundheit? Und wie heißt die Hauptstadt von Litauen? Eine ärgerliche Sache, wenn einem nicht gleich die richtige Antwort einfällt. Dabei weiß man doch, dass man es weiß. Die Antwort ist nur nicht auf die Schnelle abrufbar

Mit diesem Problem haben vor allem ältere Menschen zu kämpfen. Und sie fragen sich: Sind diese Ausfallerscheinungen Vorboten einer beginnenden Demenz? Tübinger Forscher haben jetzt eine tröstliche Nachricht. Michael Ramscar vom Seminar für Sprachwissenschaft kommt zu dem Schluss: "Das menschliche Gehirn arbeitet im Alter zwar langsamer, aber nur, weil es im Laufe der Zeit mehr Wissen gespeichert hat. Es weiß einfach mehr."

Die Wissenschaftler vergleichen das Gehirn eines Alten mit einem Computer, der vollgestopft ist mit Dateien. Ein solcher Rechner wird langsamer, weil er mehr Informationen verarbeiten muss. Deswegen ist er nicht weniger leistungsfähig. So verhält es sich auch mit dem alternden Gehirn.

Ein Beispiel von Ramscar lautet so: Jemand, der die Geburtstage von zwei Personen kennt und sich perfekt daran erinnert, hat kein besseres Gedächtnis als jemand, der die Geburtstage von 200 Personen kennt und in neun von zehn Fällen Person und Datum korrekt zuordnen kann. Schließlich benötigt jemand auch länger, wenn er ein Regal mit 200 Büchern durchsucht als eines mit 20.

Mit Computermodellen, die menschliches Verhalten in Tests zur kognitiven Fähigkeit voraussagen und auswerten können, fanden die Forscher auch heraus, dass Erwachsene ihren Zuwachs an Wissen besser als Jugendliche beherrschen. Sie merkten sich zusammenpassende Wortpaare leichter als unsinnige Kombinationen. Weil sie im Laufe des Lebens ein besseres Verständnis dafür entwickelt haben, wie Wörter im Sprachgebrauch zusammengehören. Die Forscher folgern aus ihren Erkenntnissen: Die Messung der kognitiven Fähigkeiten Älterer müsse anders gestaltet werden.

Ach so: Der Gesundheitsminister heißt Hermann Gröhe (CDU) und die Hauptstadt von Litauen Vilnius. Gerade wieder eingefallen!

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23.01.2014, 12:00 Uhr
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