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Mit E-Bike und Rollator

Die TAGBLATT-Messe für Senioren lockte zirka 3000 Besucher an

Bei der Senioren-Messe SenFit am Samstag im Sparkassen-Carré gaben mehr als 50 Aussteller Tipps zu Gesundheit, Reise, Mobilität, Rechtsfragen und Pflege. Die Besucher testeten mit Begeisterung E-Bikes ebenso wie Rollatoren.

13.04.2014
  • DOROTHEE HERMANN

Senfit: die Seniorenmesse in Tübingen

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Senfit: die Seniorenmesse in Tübingen --

01:40 min

Tübingen. Die E-Bikes interessierten das Ehepaar Bunz aus Dettenhausen bei der Senioren-Messe des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTs besonders. Sie fuhren Probe und stellten erfreut fest, dass das Fahrgefühl „ganz normal“ sei, wie bei einem herkömmlichen Rad. Der Vorteil des Zusatzantriebs: Dettenhausen könnte in Pedal-Entfernung zu Tübingen rücken, meinte Rüdiger Bunz.

Die rund 50 Aussteller – unter anderem Optiker und Akustiker, Sanitätshäuser, Umzugsservice, Reisebüro, Pflegedienst oder Installateure, die Badezimmer altersgerecht gestalten –, waren zufrieden mit den Besucherzahlen. „Besonders am Vormittag herrschte starker Andrang“, sagte die Reiseverkehrskauffrau Melanie Scherr vom Tübinger Reisebüro Bühler. Studienreisen und Kreuzfahrten seien bei älteren Menschen am beliebtesten. „Senioren reisen gern“, sagte auch die Betriebswirtin Gisela Heller, die beim Bus-Unternehmen Kocher & Lutz den Reiseverkehr leitet. „Sie möchten mit Komfort und Spaß unterwegs sein.“ In modernen Reisebussen sei der Einstieg nicht so steil und damit bequemer.

Die TAGBLATT-Messe für Senioren lockte zirka 3000 Besucher an
Bei der Senioren-Messe SenFit am Samstag im Sparkassen-Carré holten sich Besucher/innen auch Tipps zum sicheren Autofahren. Bei der Kreis-Verkehrswacht konnten sie unter anderem die eigene Reaktionszeit überprüfen.Bild:Metz

Um technische Hilfen für ein selbstständiges Leben im Alter ging es bei einem Podiumsgespräch, das TAGBLATT-Mitarbeiter Stefan Zibulla moderierte. Auch für stark pflegebedürftige Menschen gebe es zahlreiche Hilfsmittel für das Leben zuhause, „vom Trinkbecher bis zum Pflegebett“, sagte Ingrid Fischer, Geschäftsführerin des Sanitätshauses Brillinger, vor etwa 40 Zuhörern. Die Mehrkosten für einen altersgerechten Umbau des Badezimmers seien überschaubar, so Silke Saur-Nagel von der Lustnauer Haustechnikfirma Saur. Für ein paar Haltegriffe und eine große Duschwanne fielen 1000 bis 2000 Euro zusätzlich an. Bei einer Pflegestufe ersetze die Krankenkasse solche Mehrkosten.

Eine Erhöhung des Toilettensitzes, Haltegriffe und einen Rollator zahle die Kasse, ergänzte Fischer. Aber: „Auch beim Rollator gibt es den Mercedes und den VW. Die Kasse zahlt den VW. Den Mehrbetrag für ein teureres Gerät muss man selbst übernehmen.“ Garantie und Zuverlässigkeit hat auch der VW, betonte sie. Bei Geräten für Ältere sei es wichtig, dass der jeweilige Benutzer gut allein damit zurecht kommt, etwa mit einem Großtastentelefon.

Annemarie Jürgens aus der Südstadt wollte sich auf der Messe breit informieren. „Ich bin 73. Da muss man sich so langsam auf Beschwerlichkeiten einstellen.“ Im Sparkassen-Carré erwarb sie ein orthopädisches Kissen, „auf dem man sich beim Sitzen automatisch ein bisschen bewegt“. Sehr angetan war sie, dass man sich vom Deutschen Roten Kreuz per Menükarte das Mittagessen bringen lassen kann. „Zuhause wird es fertig gegart.“ Nur eines vermisste sie bei der Messe: Gerade ältere Menschen bräuchten Sitzgelegenheiten, um zwischendurch zu verschnaufen, „nicht nur bei der Gastronomie“, so Jürgens. „Ich habe mich bei den Rollatoren ausgeruht“, sagte ihre Begleiterin Adelheid Schneider schmunzelnd. Das Sanitätshaus Nusser & Schaal hatte ein beeindruckendes Sortiment der Gehhilfen aufgebaut. Begeisterten Applaus erntete am Nachmittag der Rollatortanz einer Gruppe aus dem Luise-Wetzel-Stift. Die Tanzgruppe Flamenco 60plus brachte Schwung in die Mittagszeit.

„Technische Hilfsmittel oder einen barrierefreien Umbau könnten sich viele ältere Menschen leisten“, sagte Hansjürgen Stiller, Vorsitzender des Kreisseniorenrats. „Wenn sie bereit sind, einmal etwas für sich selbst zu tun.“ Solche Hilfsmittel erlaubten es auch Hochaltrigen, länger in der eigenen Wohnung zu leben, besonders Alleinstehenden. Moderne Sturzmatten mit Sensoren, vor dem Bett platziert, lösten eigenständig einen Alarm aus, wenn ein Körper auf sie fällt, so Stiller. Setze man nur die Füße darauf, geschehe nichts. Auch Systeme, die nach einer gewissen Zeit automatisch den Herd abschalten, könnten die Sicherheit in der Wohnung erhöhen. Bei solchen Umrüstungen können zehn Technikbotschafter vom Kreisseniorenrat beraten. Sie werden durch ein Projekt des Bundesforschungsministeriums unterstützt.

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13.04.2014, 12:00 Uhr
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