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Die Kunst des Selbstbetrugs
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Medizin

Die Kunst des Selbstbetrugs

04.10.2017
  • HAJO ZENKER

Basel. Das Leben wird durch Selbstbetrug angenehmer. Man fühlt sich doch auch wirklich besser, wenn man grundsätzlich davon ausgeht, im Recht zu sein. Obwohl das die Kollegen zumeist ganz anders sehen. Und ein kurzer Blick auf die Fakten dies bestätigen würde. Das Ganze hat sogar positive medizinische Effekte: Wenn ich die frisch verordneten Medikamente nehme, fühle ich mich tatsächlich besser. Auch wenn es sich, was ich nicht weiß, in Wirklichkeit um gar keine Arznei handelt. Das nennt sich dann Placebo-Effekt. Und ist schon lange wissenschaftlich bewiesen.

Nun aber wird es so richtig kompliziert: Ein Forscherteam von der Universität Basel hat die Reaktion auf Scheinpräparate an 160 Menschen erforscht. Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse zeigen, dass Placebos auch wirken, wenn die Patienten wissen, dass sie nur ein Scheinpräparat nehmen. Allerdings gilt dies nur dann, wenn sie vorher über den Placebo-Effekt aufgeklärt wurden. Also: Ich betrüge mich erfolgreich selbst – obwohl ich um den Betrug weiß.

Bleibt die Frage, ob sich das auf andere Bereiche erfolgreich übertragen lässt. Etwa in der Art: Ich weiß, dass ich Unsinn rede und fühle mich trotzdem absolut im Recht. Und damit gut. Also Selbstbetrug kann ganz schön kompliziert sein. Vielleicht sollte man sich ab und an doch selbst reinen Wein einschenken. Aber das müsste man sicher erst einmal wissenschaftlich untersuchen. Hajo Zenker

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04.10.2017, 06:00 Uhr
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