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Die Krönung: Deckpartner werden
Bei so viel Trubel ist Ausruhen angesagt, während das Barthaar getrimmt wird. Foto: dpa
Tiere

Die Krönung: Deckpartner werden

Leipzig wird diese Woche zum Zentrum des Hunde-Jet-Sets. 31 000 Rassetiere aus aller Welt treffen sich dort bei der World-Dog-Show zur Kür der Welt-Champions.

10.11.2017
  • DPA

Leipzig. Wer mit seinem Rassehund hoch hinaus will, den trifft man diese Woche in Leipzig. Denn hier soll bis Sonntag die entscheidende Frage geklärt werden: Wer ist der beste Hund der Welt? 25 000 Hunde sind zur nach Veranstalterangaben größte Hundeausstellung der Welt angemeldet, die World Dog Show. Und noch einmal mehr als 6000 zur vorgeschalteten German Winner Show.

Wozu der enorme Aufwand? Für „Ruhm und Ehre“, sagt Udo Kopernik, ein Vorstandsmitglied des Verbands für das deutsche Hundewesen (VDH), der die Schau ausrichtet. Weltbester Rüde einer Rasse zu sein, das könne den Sieger als Deckpartner begehrt machen. „Da ist natürlich die Crème de la Crème dabei. Wer extra aus Russland anreist, der hat auch was vor.“ Bei der Schau, die bis Sonntag dauert, wird für jede der 280 Rassen in mehreren Kategorien der Weltbeste gekürt: Rüden treten gegen Rüden an, Hündinnen gegen Hündinnen. Es gibt eine Juniorliga mit Hunden nicht älter als 15 Monate. Und dann sind da die „Veteranen“, die schon acht Jahre oder älter sind.

  

Wie werden die Hunde für den Auftritt schick gemacht? Unterschiedlich. Manche Halter machen ihren Vierbeiner selbst zurecht. Andere engagieren einen Groomer. Das ist eine Art Stylist für Hunde. Er manikürt die Krallen, säubert die Zähne und frisiert das Fell. Wer den ganz professionellen Auftritt wünscht, kann seinen Hund gar von einem Experten vor die Jury bringen lassen: von einem so genannten Handler – Englisch ausgesprochen.

Was passiert auf dem Hundelaufsteg? Der „Laufsteg“ ist eine Art Wettkampfring. Dort hinein kommen alle Hunde, die in ihrer Klasse gegeneinander antreten. Allein 914 Dackel werden in zig Durchgängen bewertet. Hingegen ist nur eine Steirische Rauhaarbracke angemeldet. Der Juror schaut zunächst auf das Benehmen der Tiere. „Es haben nur Hunde eine Chance, die sich gesittet verhalten“, sagt Kopernik, selbst Juror. Im Einzelcheck werden die Zähne begutachtet und der Körper des Hundes abgetastet. Auch Fellfarbe und Körpergröße müssen stimmen. Am Ende muss der Hund ähnlich wie ein Model schaulaufen, im Hundetrab. Dabei zählen „Raumgriff“ der Vorderbeine und „Schub“ der Hinterhand. In die Endauswahl kommen die Hunde, die die Bestnote „vorzüglich“ erhalten. Unter ihnen werden die Plätze eins bis vier vergeben.

Was geschieht mit den Hundehaufen der 31 000 Hunde? Die (naheliegende) Antwort Koperniks: „Die muss man wegmachen.“ Auf dem Messegelände stehen Spender mit Kotbeuteln. Wegen der ganzen Aufregung könne es durchaus vorkommen, dass einem Hund mal ein Malheur passiere, sagt Kopernik – oder dass er öfter müsse als gewöhnlich. Für das ganz normale Geschäft gibt es zwischen den Messehallen „Löseplätze“, das sind eine Art überdimensionierter Sandkästen mit Rindenmulch und Rollrasen – ebenfalls versehen mit Beutelspender.

Wo schlafen zehntausende Hunde in Leipzig ihren Schönheitsschlaf? Es gibt Hunde, die mit ihren Herrchen oder Frauchen im Hotelzimmer nächtigen. Aber auf dem Messegelände hat sich auch eine Art Hunde-Wagenburg aus Caravans gebildet. Kopernik: „Das sieht dann ein bisschen aus wie eine Reihenhaussiedlung.“ Manche Hundebesitzer haben sogar einen Jägerzaun vor ihrem Wohnwagenanhänger aufgestellt, in dessen Grenze die Tiere dann herumtollen können, berichtet Kopernik. „Das hat eine ganz eigenartige Idylle.“ dpa

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10.11.2017, 06:00 Uhr
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