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Die Gräfin

So banal ist es: Mord ist auch für Täter die unbekömmlichste aller Anti-Aging-Methoden.

So banal ist es: Mord ist auch für Täter die unbekömmlichste aller Anti-Aging-Methoden.

Die Gräfin

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Die Gräfin --

02:16 min

THE COUNTESS
Frankreich

Regie: Julie Delpy
Mit: Julie Delpy, Daniel Brühl, William Hurt, Anamaria Marinca

- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

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Film bewerten

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16.06.2009
  • dhe

Blaubart hatte keine Schwester, Frauen sind als Serienkiller nicht bekannt. Nicht so im Ungarn der Wende zum 17. Jahrhundert, wo der Mythos der „Blutgräfin“ Erzébet Báthory seinen Ausgang nimmt. Die französische Star-Schauspielerin Julie Delpy widmet dieser düsteren Überlieferung ihren zweiten Film und spielt die grausame Gräfin selbst.

Das Setting weckt heftige Assoziationen mit dem noch weiter östlich gelegenen Dracula-Country: in einer weiten Landschaft sieht man einen Reiter auf einem dunklen Pferd, ein paar Krähen (Totenvögel!) und eine felsähnliche Burg.

Nach dem Tod ihres Mannes muss Erzébet den ungeheuren Reichtum der Familie allein gegen die Gier des hoch verschuldeten ungarischen Königs verteidigen. Sie verliebt sich in den 18 Jahre jüngeren Grafen István Thurzo (Daniel Brühl). Dessen Vater (William Hurt) bringt das Paar mit einer Intrige auseinander.

Erzébet glaubt, István begehre sie nicht mehr. Sie hofft auf das Blut junger Mädchen als ewige Anti-Aging-Tinktur, und eine unheimliche Mordserie beginnt. Ein anderer Adliger mit deutlichen S-M-Neigungen sucht ihre Nähe. Bald gibt es in den Gewölben des Schlosses eine Blutkammer mit einer Tötungsmaschine, die aus Kafkas „Strafkolonie“ stammen könnte.

So konstruiert (und latent frauenfeindlich) das Motiv, so mühsam schleppt sich der Film dahin. Die nachgereichte feministische Lesart, wonach Erzébets Gegenspieler die Verbrechen ersannen, um sich ihres Reichtums zu bemächtigen, wird erst recht nicht plausibel.

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16.06.2009, 12:00 Uhr | geändert: 17.08.2009, 12:00 Uhr

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02.07.2009

12:00 Uhr

Harald Volk schrieb:

Wie kann man nur einen so blöden Kommentar über einen so tollen Film machen. Mal eben die Schlagworte "frauenfeindlich" und "feministisch" in den Kommentar gekotzt, um Durchblick zu suggerieren. Dabei hat dhe ja nun wahrlich gar nix verstanden. Der Film schleppt sich nicht dahin, sondern lebt von der großartigen Leistung Julie Delpys. Frauenfeindlichkeit kommt schlicht nicht vor, weil ja nämlich die Person, die die Jungfrauen tötet selbst eine Frau ist. Vielleicht frauenfrauenfeindlich.Und zu behaupten, am Schluss des Films würde
gezeigt, daß die Gegenspieler der Gräfin die Verbrechen ersannen, um sich ihres Reichtums zu bemächtigen, und dann noch auszufurzen, das sei eine "nachgereichte feministische Lesart" ist schlicht und ergreifend kinofeindlich. Wir haben nicht mehr 1980, wo diese Kritik vielleicht noch durchgegangen wär. Ein absolut klasse Film.



 
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Schlichtweg genial ist an diesem strunzöden, oft lachhaften, aber nie wirklich lustigen Film eher mal gar nix. der Humor ist seicht, platt und bemüht, was dann gar mehr an einen teutonischen Genrevertreter gemahnt. von französischer Leichtigkeit und Spritzigkeit iss hier nix zu sehen. Einzig das engagierte Spiel der immer irgendwie knuffigen, sympathischen Virginie Efira rettet die cineastische Stinkbombe vor dem Totalabsturz. Um den Tagblatt-Kritiker indes muss man sich langsam wirklich Sorgen machen ...
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