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Die Fährte des Grauens

Eine Crew aus Reportern und Wissenschaftlern macht in Afrika Jagd auf einen menschenfressenden Alligator.

Eine Crew aus Reportern und Wissenschaftlern macht in Afrika Jagd auf einen menschenfressenden Alligator.

PRIMEVAL
USA

Regie: Michael Katleman
Mit: Dominic Purcell, Orlando Jones, Brooke Langton, Jürgen Prochnow

- ab 18 Jahren

Tagblatt-Wertung

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24.11.2015

Die Sequelmania treibt immer tollere Blüten. Jetzt drängt nach 27 Jahren Robert Van Ackeren, ein fast vergessenes Urgestein des Jungen Deutschen Films um Fassbinder und Wenders, mit einer Fortsetzung von „Deutschland privat“ an die Leinwände.

Auch Teil zwei ist eine Zusammenstellung west- und ostdeutscher Super-8-Amateurfilme überwiegend aus den siebziger Jahren – jedoch mit Material, dass damals aus guten Gründen weggelassen wurde. Es dominieren beliebige Schnipsel von Urlauben, Ausflügen und Familienfeiern.

Liest man Ackerens Begleittext dazu, wähnt man sich in einem Seminar der Empirischen Kulturwissenschaften. Der Film dagegen ist eine ernüchternde Sketchparade, die sich plump an einschlägige Fernsehformate heranschmeißt. Auch wo sich im Einzelfall Abgründe auftun – etwa in dem Mini-Melodrama eines Muttersöhnchens mit wechselnden asiatischen Bräuten –, wird in Kommentaren unklarer Herkunft und mit nachsynchronisierten Geräuschen darüber hinweg geblödelt.

Etwas besser gelungen ist der zweite Block mit hausgemachten Sex- und Pornofilmchen. Hier kommen in Ansätzen die an „Schulmädchenreports“ geschulten Wunschfantasien der Durchschnittsdeutschen zum Vorschein – und die charmant ungelenken Versuche, sie – filmisch und überhaupt – zu verwirklichen.

Spielplan

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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Die Fährte des Grauens





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In zwei der besten Filme dieses Jahres BIRNENKUCHEN und EL OLIVO werden alte Bäume ausgerissen. Zufall? Bei einem uralten Olivenbaum kann man das vielleicht mit der Sprengung der Buddhastatuen in Afghanistan vergleichen. Keine Ahnung, ob es besser ist, wenn das Sakrileg ganz modern für 30000 Euro und nicht aus religiösem Wahn geschieht. Vergleicht man EL OLIVO mit den Filmen CAPTAIN FANTASTIC und ALLES WAS KOMMT (Wo Natalie mit philosophischen Stützrädern für den Rest ihres Lebens versteinert) ist er auf jeden Fall der Lebendigste: sehr witzig und sehr traurig, sehr politisch und mit einem genialen Happy End. Icíar Bollaín hat mit ÖFFNE MEINE AUGEN den m. W. besten Film über Gewalt gegen Frauen gedreht und mit UND DANN DER REGEN einen der besten über die offenen Adern Lateinamerikas. Mit EL OLIVO hat sie ein neues originelles Highlight gesetzt.  
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