Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Der Zauber von Malena

Prachtvolle Sizilien-Bilder und eine schwüle Fantasie machen noch lange kein großes Melodrama.

Prachtvolle Sizilien-Bilder und eine schwüle Fantasie machen noch lange kein großes Melodrama.

MALENA
Italien

Regie: Giuseppe Tornatore
Mit: Monica Belluci, Daniele Arena, Giuseppe Sulfaro

- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating

Film bewerten

rating rating rating rating rating
24.11.2015
  • che

Ob auf einem amerikanischen College oder in einer sizilianischen Kleinstadt der vierziger Jahre - pubertierende Jungs haben überall auf der Welt nur das eine im Kopf: In der Clique die Penislängen vermessen, der Angebeteten das Höschen von der Wäscheleine stibitzen und sich damit des Nachts den Wonnen der Selbstbefriedigung hingeben.

Im Fall des 13-jährigen Jungsizilianers Renato ist die Liebesmüh indes von vornherein vergeblich, denn seine Flamme, die Soldatenwitwe Malena, ist mehr als doppelt so alt und außerdem von unnahbarer Schönheit. Kein Wunder, dass Regisseur Giuseppe Tornatore ("Cinema Paradiso") die kleine Teenie-Tragik alsbald in großes Frauen-Schicksal münden lässt.

Von ihrem pickligen Verehrer auf Schritt und Tritt verfolgt, muss sich Malena aus bitterer Not der Hurerei hingeben und wird am Ende vom sexualneidischen Mob blau geprügelt und mit Schimpf aus der Stadt gejagt.

Große Erschütterung mag sich trotzdem nicht einstellen. Ohne sich um deren Blässe in puncto Ausstrahlung zu scheren, vertraut Tornatore allein den Äußerlichkeiten der neuen Italo-Sexbombe Monica Belluci. Lüstern tastet die Kamera ihren wohl geratenen Körper ab und bettet ihn kunstgewerblich schick in pastellbraunes Postkarten-Ambiente.

Hübsch anzusehen ist das, aber bar jedes melodramatischen Prickelns. Ein bisschen ähnelt der Regisseur seinem pubertierenden Spanner, dem vor lauter Starren aufs üppig Weibliche das Herz in die Unterhose rutscht.

Spielplan

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Kommentare können für diesen Artikel nicht mehr erfasst werden.
 
Aus der Filmregion
Neueste Artikel
Der Arsenal-Verleih hat sich der Liebeskomödie angenommen Comeback der Schwimmbad-Romanze
Filmreihe führt zu allerlei Ursprüngen Wie das Feuer entdeckt und die Zukunft erfunden wurde
Raving Iran im Club Schwarzes Schaf Mit Techno-Klängen gegen das Regime
Interview zur Doku „Berlin Rebel High School“ Lehrer, die das „Klaus-ige“ haben
Zuletzt kommentiert
Schlichtweg genial ist an diesem strunzöden, oft lachhaften, aber nie wirklich lustigen Film eher mal gar nix. der Humor ist seicht, platt und bemüht, was dann gar mehr an einen teutonischen Genrevertreter gemahnt. von französischer Leichtigkeit und Spritzigkeit iss hier nix zu sehen. Einzig das engagierte Spiel der immer irgendwie knuffigen, sympathischen Virginie Efira rettet die cineastische Stinkbombe vor dem Totalabsturz. Um den Tagblatt-Kritiker indes muss man sich langsam wirklich Sorgen machen ...
Dieter Dödel über Victoria - Männer und andere Missgeschicke
Aus der Filmwelt
Neueste Artikel
Neue Trailer
Neueste

Kino Suche im Bereich
nach Begriff