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Der Mord an einem jungen Mann in Hechingen zieht Kreise ins Steinlachtal
Symbolbild: Ulmer
Hechinger Mord: Spuren führen nach Mössingen

Der Mord an einem jungen Mann in Hechingen zieht Kreise ins Steinlachtal

Der tödliche Schuss auf einen 22-jährigen Mann in Hechingen am 1. Dezember zieht Kreise bis ins Steinlachtal. Bei dem Anschlag vor einem Spielcasino an der Hechinger „Staig“ hatten der oder die Täter mutmaßlich den Falschen getroffen.

08.12.2016
  • eik/HZ

Der junge Mann aus Bisingen, den ein Schuss aus einem fahrenden Auto erwischt hatte und der kurz nach der Tat seinen Verletzungen erlegen ist, war nach Recherchen unserer Partnerzeitung, der Hohenzollerischen Zeitung (HZ) aus Hechingen, nicht das eigentliche Ziel (wir berichteten), sondern schlicht zur falschen Zeit am falschen Ort.

Inzwischen sei, so die Zeitung, auch das eigentliche Ziel ermittelt worden: ein junger Mann aus Mössingen, dessen Familie in der Region eine Gaststätte betreibt. Polizei und Staatsanwaltschaft wollen entsprechende Berichte in ihrer laufenden Ermittlung bislang weder bestätigen, noch dementieren. Sicher ist, dass die Behörden inzwischen vier Männer festgenommen haben, zwei wegen Verdachts auf Mord, zwei wegen „Beteiligung an einem Betäubungsmitteldelikt“. Geprüft wird, ob sie Täter oder Mittäter an der Bluttat sind. Alle sind italienischer Abstammung, einer von ihnen hatte sich am vergangenen Samstag selbst gestellt.

Razzien im Zollernalbkreis

In dieser Woche waren Polizeibeamte unter anderem damit beschäftigt, die Tatwaffe sicherzustellen. Dazu durchkämmten sie unter anderem Wiesen und Wälder im Killertal zwischen Hechingen und Hausen. Eine weitere Razzia gab es am Mittwoch in der Burladinger Kernstadt.

Der offenbar irrtümlich Erschossene wurde inzwischen am Mittwoch unter großer Anteilnahme von Freunden, Verwandten und einem beachtlichen Teil der Bürgerschaft in Bisingen zu Grabe getragen. Rund 300 Trauergäste, darunter die Hechinger Bürgermeisterin Dorothea Bachmann und Bisingens Bürgermeister Roman Waizenegger, nahmen Abschied. Fast vollständig war die Fußballmannschaft des FC Wessingen versammelt – dort hatte der junge Mann gekickt. Der 22-jährige Kurde wurde nach islamischem Ritus bestattet: Er gehörte der Glaubensrichtung der Aleviten an.

In der Hechinger Alice-Salomon-Schule, der Heimatschule des Opfers, wurde ein kleiner Gedenk-Altar für den Getöteten aufgebaut. Am Tatort an der Hechinger Staig bildet sich seit der Tatnacht ein größer werdendes Feld mit Kerzen, Briefen und Fotos von Anteilnehmenden.

Die Ermittler von Polizei und Staatsanwaltschaft gingen bereits früh davon aus, dass ein Drogengeschäft Hintergrund der Bluttat in Hechingen gewesen ist. Die Festnahmen der drei ersten Verdächtigen waren aufgrund eindeutiger Hinweise in Polizei-Ermittlungen erfolgt. Bei Durchsuchungen von Wohnungen kurz nach der Tat waren zahlreiche Beweismittel gefunden worden. Auch der kleine rote Fiat, aus dem der tödliche Schuss abgefeuert worden war, war noch in der Tatnacht in der Nähe der Hausener Turnhalle gesichert worden. Mit der Aufklärung der Tat ist die Ermittlungsgruppe „Staig“ der Kriminalpolizeidirektion in Rottweil beschäftigt, bei der rund 40 Mitarbeiter arbeiten.

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08.12.2016, 19:38 Uhr
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