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Der Hobbit - Eine unerwartete Reise

Der Hobbit - Eine unerwartete Reise

Der auf drei Teile angelegte Film von Peter Jackson erzählt die Vorgeschichte zum Fantasy-Epos "Der Herr der Ringe".

Jetzt im Kino: Mit Peter Jackson zurück nach Mittelerde - "Der Hobbit"

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Jetzt im Kino: Mit Peter Jackson zurück nach Mittelerde - "Der Hobbit" --

02:19 min

The Hobbit: An Unexpected Journey
USA

Regie: Peter Jackson
Mit: Martin Freeman, Ian McKellen, Cate Blanchett, Ian Holm, Christopher Lee

- ab 12 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

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Film bewerten

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10.12.2012
  • Dorothee Hermann

Siehe auch: Hobbit mit halber Kraft: In Tübingen läuft die Tolkien-Verfilmung mit herkömmlicher Bildrate

Sie sehen einer Metal-Band täuschend ähnlich und erinnern an Motorradrocker und Mittelalterspiele, die 13 Zwerge, mit denen Regisseur Peter Jackson („Herr der Ringe“) seinen Hobbit in die Gegenwart beamt. Mit ihnen dringt der raue Ton echter Männer (die gleichzeitig Outlaws sind), ins Heim von Bilbo Beutlin (Martin Freeman). Es strahlt eine rustikale Gemütlichkeit aus, wie sie nur das Bilderbuch kennt, und das höchste Ziel des Hobbit ist, bloß keine Mahlzeit zu verpassen. Zauberer Gandalf (Ian McKellen) braucht schon ein wenig Psychologie, um aus Bilbo einen (widerwilligen) Krieger zu machen.

Am Drehort Neuseeland scheint es hochaufragende Felsklippen, schwindelerregende Schluchten und düstere Höhlen-Labyrinthe im Überfluss zu geben. Sie sind der ideale Schauplatz für aberwitziges Kampfgetümmel, wilde Fluchten und zusammenkrachende Behausungen, gewürzt mit einer Prise Kung-Fu-Panda-Humor.

Doch keine der mit rasanten Spezialeffekten aufgepeppten Action-Sequenzen erreicht die Intensität der Szene, in der Bilbo sich mit dem bleichen Höhlenbewohner Gollum (Andy Serkis) messen muss. Wem all das männerbündische Gewese um „Treue“ und „Ehre“ ein bisschen zu viel ist, wird spätestens an dieser Stelle in Bann gezogen. Gollum, haarlos und nackt, ist halb unheimlich und halb verspielt, halb Mini-Sphinx und halb verlorenes Kind.

Bilbo ist jünger (und menschenähnlicher) als die übrigen Figuren, die sämtlich aus einer unvordenklichen Vorzeit zu stammen scheinen. Das befähigt sie, uralte Schwerter samt deren magischer Eigenschaften zu erkennen, und scheinbar altern sie nicht. Bilbo dagegen macht eine Entwicklung durch, für ihn wird das Abenteuer zur Initiation. Damit ist er das Gegenstück zu all den archaischen Kriegern, Riesen und Monstern. Und die tröstliche Botschaft lautet: Ein ganz gewöhnlicher Mensch kann es mit den übelsten Kreaturen aufnehmen.

Man hat dem Regisseur vorgeworfen, ein schmales Buch zu einem gigantischen Dreiteiler aufzublasen. Andererseits nimmt er sich Zeit für seine Geschichte und peitscht das Action-Potenzial von Mittelerde nicht schnellstmöglich über die Leinwand. In einigen Gimmicks kann man das Computerspiel zum Film schon ahnen. Dennoch überrascht, wie geschmeidig der Film die Bildsprache des Fantasy-Klassikers erneuert. Ach ja, Cate Blanchett und Christopher Lee geben wie gewohnt die Oberzauberer.

Geschmeidige 3D-Adaption des Fantasy-Klassikers mit Faible für Anti-Helden.

Siehe auch: Hobbits in den Alpen: Liegt Mittelerde in Neuseeland? Oder ließ sich ihr Schöpfer Tolkien von der Schweiz inspirieren?

Spielplan

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10.12.2012, 12:00 Uhr | geändert: 08.02.2013, 12:00 Uhr

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27.01.2013

12:00 Uhr

horst b. schrieb:

So ein Quark



22.01.2013

12:00 Uhr

unoduetre schrieb:

Aufgeblasen, mit unendlichen Längen, dazu ziemlich schlechter Unterirdisch-Humor.



13.01.2013

12:00 Uhr

MatthiasF schrieb:

Es stand zu befürchten, dass Mr. Jackson den Hobbit nur als Auftakt zu den Herr der Ringe-Filmen versteht. Dennoch ist die Enttäuschung groß, dass keinerlei filmisch-künstlerische Weiterentwicklung zu dem zehn Jahre älteren Film zu erkennen ist. Der Charme des wunderbaren Hobbit-Buchs ist allenfalls am Anfang zu erkennen. Der Film hätte sich viel mehr Zeit mit Stimmungen und Andeutungen lassen sollen, statt mit unendlichen Warg- und Orkgemetzel sowie einfältig-edlen Elben (Was ist aus der durchaus ambivalenten Elbenerscheinung des Buchs geworden!) zu langweilen. Wer das visuelle Potenzial des Buches besichtigen will, der sollte sich die genialen Illustrationen von Klaus Ensikat ansehen.



07.01.2013

12:00 Uhr

Micha schrieb:

Im Vergleich zu den ersten drei Filmen ein echter Teifschlag. Völlig überdehnte Handlung, Actionszenen, die zwar beeindrucken, aber so viel Zeit in Anspruch nehem und so schnell aufeinander folgen, dass es nur noch nervt. Besonders negativ fallen aber die ständigen Klamauk-pseudo-Witz Einlagen auf. Das muss wohl heutzutage in jeden Film, damit auch pickelige Teenies was zu lachen haben. Unnötig. Positiv hervorzuheben sind die Musik, die Landschaften und vor allem die Gollumszene.



06.01.2013

12:00 Uhr

Peter schrieb:

Langweilig erzählte langatmige Story. Nur die ständigen Knalleffekte bewahren vor dem Einschlafen. Schade um das viele Material dieser Materialschlacht! und die Landschaft wirkte in 2D auch schöner, authentischer. Das ist oft zuviel des Guten!



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