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Das verflixte 3. Jahr

Das verflixte 3. Jahr

Französische Komödie um einen Berufszyniker und seine steile These, dass keine Liebe das dritte Jahr überdauert.

Jetzt im Kino: Zyniker auf dem romantischen Prüfstand - "Das verflixte dritte Jahr"

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Jetzt im Kino: Zyniker auf dem romantischen Prüfstand - "Das verflixte dritte Jahr" --

02:02 min

L'amour dure trois ans
Frankreich

Regie: Frédéric Beigbeder
Mit: Gaspard Proust, Louise Bourgoin, Valérie Lemercier, Jonathan Lambert

- ab 12 Jahren

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16.07.2012
  • Verleihinfo

Marc (Gaspard Proust) ist ein etwas schluriger Feingeist. Der 30-Jährige hat gerade seine Ehe gecrasht und schreibt aus Frust ein Buch über die Verfallszeit der Liebe, die er bei maximal drei Jahren ansetzt. Nur als Szenebeobachter in den Pariser Clubs läuft Marc noch zu gewohnter Form auf.

Als er hört, dass seine Freunde Kathy und Pierre heiraten wollen, zerrt er Pierre mit dem Furor einer ältlichen Schreckschraube ins Badezimmer, um ihm vor dem antiken Spiegel die Schrecken einer durch Gewohnheit sanktionierten Beziehung auszumalen – im Flüsterton, damit Kathy nichts davon mitbekommt. Das ist albern bis zum Klischee, aber mit dem Pomp eines geheimnisvollen Gemäldes in Szene gesetzt.

Typisch französisch, sind es die Frauen, die Dynamik in das saturierte Milieu von Pariser Nachwuchsakademikern bringen. Wirklich gewachsen sind Marc nur die verführerische, an einen anderen gebundene Alice (Louise Bourgoin) und die zähe Lektorin, die als einzige auf sein Verfallszeit-Manuskript anspringt – weil sie einen populären Verkaufsschlager wittert. Das süßliche Pseudonym denkt Marc sich selbst aus. Mit Alice bringt ihn das nur in eine weitere Sackgasse: Egal, von wem es ist – sie findet das Buch grauenhaft.

Man kann dem Film ankreiden, dass er sich hingebungsvoll Leuten widmet, die anscheinend keine anderen Probleme haben, als sich zu fragen, ob er oder sie sie wirklich liebt. Mit 300 000 Euro Tantiemen aus einem Überraschungsseller ist die Welt nie wirklich angekratzt. Aber Regisseur Frédéric Beigbeder (ja, es ist der gleichnamige Autor) inszeniert so augenzwinkernd, dass sein Film als französische Sommer-Komödie des Jahres durchgehen könnte. Sehr hübsch sind technische Schmankerl wie SMS und kamerabewehrte Sprechanlagen, die die Leidenschaft steigern oder stören.

Tanzt von Paris ans Meer und wieder zurück: Pannen der Liebe in kulturaffinem Milieu.

Spielplan

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16.07.2012, 12:00 Uhr | geändert: 02.08.2012, 12:00 Uhr

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„Das Roadmovie scheitert an seiner biederen Inszenierung. Statt Magie gibt es ein klischeehaftes Frankreichbild“ (epd Film). Diesem Zitat ist absolut nichts hinzuzufügen. Der Film ist langatmig, langweilig, absolut vorhersehbar.
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