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Kommentar zur Aufarbeitung der Festival-Attacken

Das Team von KuRT duckt sich jetzt nicht weg

Alleine an diesem Wochenende Krawalle beim Bürgerfest in Schorndorf und die üble Attacke gegen einen Jugendlichen in Reutlingen beim KuRT-Festival.

17.07.2017
  • Thomas de Marco

Dazu Randale, die im Umfeld von Fußballspielen an der Tagesordnung ist. Oder Vandalismus im öffentlichen Raum. Bei Fasnetsumzügen sind Sicherheitsmaßnahmen erforderlich, die Vereine vor die Frage stellen, ob sie das finanziell überhaupt noch leisten können. Und über all’ dem entlädt sich noch die Diskussion um die Krawalle beim G20-Gipfel in Hamburg. Es ist erschreckend, welches Maß an Gewalt mittlerweile die Gesellschaft dominiert. Und wie wir uns anscheinend daran gewöhnen müssen, dass regelmäßig die Ordnung außer Kraft gesetzt wird.

„Wie weit sind wir gekommen, dass wir solche Zustände haben?“, fragt sich denn auch der Vater des in Reutlingen verletzten Jugendlichen. Gleichzeitig wäre es für ihn aber der falsche Weg, künftig nicht mehr auf solche Großveranstaltungen zu gehen: „Wir dürfen nicht kapitulieren!“, fordert er. Allerdings wirft er auch die Frage auf, ob Jugendliche, die so ein Festival ehrenamtlich organisieren, nicht langsam damit überfordert sind. Man muss sich das einmal vorstellen: Da rackern sich die KuRT-Macherinnen und -Macher ab, um diesen Umsonst- und Draußen-Event zu stemmen – und dann stellt einer mit dieser verrückten Attacke Vieles in Frage. „Das belastet uns sehr“, sagt Organisationsleiterin Ida Wied. Das gelte selbstverständlich auch für die
sexuellen Übergriffe.

Obwohl die große Aufarbeitung dem KuRT-Team am Mittwoch erst noch bevorsteht, sobald der Abbau gemeistert ist – eines kann Wied jetzt schon sagen: „Es ist offen, ob wir wieder ein Veranstaltungsteam zusammenbekommen, das dieses Festival auch im nächsten Jahr stemmt. Das müssen wir zwar jedes Mal nach KuRT diskutieren. Aber durch die schockierende
Gewalt, die wir diesmal erlebt
haben, wird das jetzt sicherlich nicht einfacher.“

Auch wenn der Vorfall grundsätzliche Fragen zum Festival und zum Schutz der Besucherinnen und Besucher aufwirft – eines muss man den jungen Macherinnen und Machern auf jeden Fall zugute halten: Sie verstecken sich nicht hinter Kalendersprüchen von Autonomen wie „Freiheit stirbt mit Sicherheit“, sondern stellen sich – allen voran Ida Wied – und machen sich mit der Polizei an die Aufarbeitung. Die größte Einschränkung der Freiheit wäre mit Sicherheit, wenn solche Veranstaltungen künftig unmöglich würden.

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17.07.2017, 23:00 Uhr
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