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Das Ende ist erst der Anfang

Das Ende ist erst der Anfang

Skurrile Figuren treffen sich im belgischen Niemandsland, das verblüffend dem Wilden Westen ähnelt.

Das Ende ist erst der Anfang

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Les premiers, les derniers
Belgien 2015

Regie: Bouli Lanners
Mit: Albert Dupontel, Bouli Lanners, Suzanne Clément, Michael Lonsdale, Max von Sydow

98 Min.

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28.02.2017
  • Dorothee Hermann

Ein paar Verlorene in einer Wildnis, die so struppig aussieht, als hätte die Natur sie sich eben erst mühsam zurückgeholt. Vereinzelte Industrieruinen ragen auf. Durch die dystopische Szenerie schickt der belgische Ausnahmeregisseur Bouli Lanners die beiden Handlanger Gilou (Bouli Lanners) und Cochise (Albert Dupontel), die das Handy ihres Bosses wieder auftreiben sollen. Sie sind schon ein bisschen alt für denJob, wenn es um mehr gehen sollte, als das Gerät nur irgendwo wieder aufzulesen.

Reste einer Betontrasse ziehen sich wie eine düsteres Monument durch die Landschaft. Auf dem eigentümlichen Himmelssteg sind Esther und Willy unterwegs, ein junges Paar, das aus der Psychiatrie abgehauen ist und in böse Konflikte mit den noch verbliebenen Menschen gerät, wenn sie sich etwas zu essen klauen.

In einem weiteren Doppel machen gleich zwei Grandseigneurs der Schauspielkunst ihre Aufwartung: Der 85-jährige Michael Lonsdale und der Ingmar-Bergman-Star Max von Sydow (87) sind eigentlich zu hinfällig für Auftritte unter verschärften sozialdarwinistischen Bedingungen. Dennoch legen gerade sie eine erstaunliche Grandezza an den Tag.

Hinzu kommt eine überraschende Inkarnation des Tall Dark Stranger und ein paar Gesetzlose mit gefährlichen Knarren. Das alles inszeniert Lanners, langjähriger Filmtage-Garant für tiefschwarzen Humor („Les Géants“), wie einen elegischen Rock-Track samt bemerkenswertem Showdown.

Bizarrer Endzeit-Western unter Gangstern, Verrückten und Uralten, mit Pick-ups statt Pferden.

Spielplan

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28.02.2017, 08:11 Uhr

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Schlichtweg genial ist an diesem strunzöden, oft lachhaften, aber nie wirklich lustigen Film eher mal gar nix. der Humor ist seicht, platt und bemüht, was dann gar mehr an einen teutonischen Genrevertreter gemahnt. von französischer Leichtigkeit und Spritzigkeit iss hier nix zu sehen. Einzig das engagierte Spiel der immer irgendwie knuffigen, sympathischen Virginie Efira rettet die cineastische Stinkbombe vor dem Totalabsturz. Um den Tagblatt-Kritiker indes muss man sich langsam wirklich Sorgen machen ...
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