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Logenplatz beim Feuerwerk

Dank der Kessellage hat Stuttgart viele Aussichtspunkte für Silvester

Die Stuttgarter Kessellage mag ihre Nachteile haben, an Silvester aber gibt es nichts Besseres: Von den "Emporen" der Stadt aus bietet sich immer ein wundervoller Blick auf das Feuerwerk im Tal.

31.12.2012
  • von ELKE HAUPTMANN

Stuttgart Die meisten freuen sich auf die Böllerei - nicht nur die pyrotechnische Industrie, die mit ihren Raketen, Böllern und Knallfröschen stets Umsätze von mehr als 100 Millionen Euro pro Jahr einfährt. Das Feuerwerk gehört zum Jahreswechsel mittlerweile dazu. Auch in Stuttgart. Allerdings feiert die baden-württembergische Landeshauptstadt Silvester eher in kleinem, privatem Rahmen. Eine große, öffentliche Feier mit Feuerwerk, wie sie in anderen Städten üblich ist, gab es hier zuletzt zum Jahrtausendwechsel vor zwölf Jahren auf dem Schlossplatz.

Freilich: Es gibt durchaus ein großes Feuerwerk. Wie in den Vorjahren werden auch an diesem 31. Dezember um Mitternacht im SI-Centrum in Möhringen die Raketen gezündet. Und zwar von Pyrotechnik-Weltmeister Joachim Berner und seinem Team. "Das Feuerwerk wird von sieben verschiedenen Dächern aus 37 unterschiedlichen Positionen synchron zu Musik abgebrannt", berichtet Ulrich Frick, Mitinhaber der Firma Innovative Pyrotechnik (IP). "Wir zeigen Feuerwerk in allen Farben und Formen, also die ganze Bandbreite." Etwa zehn Minuten werde das Spektakel dauern. "Länger ist nicht sinnvoll, die Damen in ihren Abendkleidern sollen ja nicht frieren." Das Feuerwerk ist Höhepunkt der Silvesterfeier im SI-Centrum. Aber auch die Bewohner der Stuttgarter Filder-Stadtbezirke dürfen sich freuen: Sie haben einen Logenplatz beim Feuerwerk der Profis - ohne Eintritt, ohne Dresscode.

Den anderen wird sich eine weniger künstlerische, aber nicht minder eindrucksvolle Kulisse bieten. Selbst jene, die nicht in Halbhöhenlage wohnen, können das bunte Treiben genießen - auf einem der vielen Aussichtspunkte Stuttgarts. Zum Beispiel von der 343 Meter hoch gelegenen Karlshöhe zwischen dem Stuttgarter Süden und Westen. Im Stuttgarter Norden steht am Rand des Killesberges der Bismarckturm. Der ist zwar selbst nicht geöffnet, doch auf dem 409 Meter über dem Meeresspiegel gelegenen Gelände finden sich jedes Jahr zahlreiche Schaulustige ein. Gleiches gilt für den Kriegsbergturm, doch schon der Panoramablick von der 353 Meter hohen Anhöhe ist umwerfend. Aus Sicherheitsgründen ist auch der Killesbergturm nachts geschlossen, doch im Höhenpark Killesberg finden sich genug andere Plätze, um sich das Feuerwerk im Kessel anzusehen. Einen schönen Blick über die Stadt hat man auch vom Birkenkopf, der "Monte Scherbelino" ist immerhin 511 Meter hoch. Mittendrin in der Stadt befindet sich die Wieland-Wagner-Aussichtsplatte gegenüber der Villa Reitzenstein, wo viele Stuttgarter gern auf das neue Jahr anstoßen. Vom Eugensplatz aus, der aufgrund seiner zentralen City-Lage immer auch recht voll ist, sowie von der Uhlandshöhe bei der Sternwarte kann man die Innenstadt überschauen, von der Grabkapelle in Rotenberg und vom Fuße des Burgholzhofturms bietet sich ein weiter Blick über das Neckartal. An der Birkenwaldstraße, oberhalb der Weinlage Mönchhalde, gibt es ebenso beste Aussichten wie vom Santiago-de-Chile-Platz in Degerloch, der 430 Meter über dem Meeresspiegel liegt.

Am stimmungsvollsten kann man das neue Jahr wohl am Schloss Solitude begrüßen. Von dort aus sind die Raketen aus Weilimdorf und Ludwigsburg zu sehen. Für andere Logenplätze wiederum muss gezahlt werden: So lässt sich das Feuerwerk in der Stadt gut vom obersten Parkdeck des Kaufhofs in der unteren Königsstraße verfolgen - dort findet in der Sky Beach Bar eine Party statt. Und auch vom Bahnhofsturm aus bietet sich eine gute Sicht auf die Böllerei - aber nur, wenn man Gast der Silvesterparty im Restaurant Bonatz ist.

Dank der Kessellage hat Stuttgart viele Aussichtspunkte für Silvester
Das Feuerwerk kann kommen: Von zahlreichen Aussichtspunkten lässt sich die Stadt Stuttgart überschauen. Foto: Stuttgart Marketing

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31.12.2012, 12:00 Uhr
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