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Schiedsrichter

DFB kämpft um Videobeweis

Statt das neue Verfahren abzuschaffen soll es nun ausgeweitet werden.

09.11.2017
  • DPA

Frankfurt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) arbeitet mit Hochdruck an der Rettung des umstrittenen Videobeweises und stattet das Personal mit mehr Befugnissen aus. Künftig sollen die beiden Video-Assistenten bei jedem Bundesligaspiel noch enger zusammenarbeiten, um die Fehlerquote zu minimieren. Dies kündigte der neue Projektleiter Lutz Michael Fröhlich in einem Interview der „Bild“-Zeitung (Mittwoch) an.

„Wir werden in Zukunft zwei Video-Assistenten haben. Sie dürfen eingreifen. Einer, der sich strittige Szenen ansieht, und einer, der den weiteren Spielverlauf im Auge hält, während der erste eine strittige Szene checkt“, erläuterte der Schiedsrichter-Boss und stellte klar: „Der Supervisor soll in Zukunft stiller Beobachter sein und nicht mit den Video-Assistenten kommunizieren.“

Trotz der massiven Probleme glaubt der 60-Jährige, der am Montag den entmachteten Hellmut Krug als Projektleiter abgelöst hatte, nicht an ein vorzeitiges Ende der Testphase in der Winterpause. Der Videobeweis sei aus seiner Sicht noch zu retten. „Es gibt Probleme, aber er ist sicher nicht gescheitert.“

Um für mehr Transparenz zu sorgen, ist es für Fröhlich denkbar, strittige Szenen künftig auf den Videoleinwänden in den Stadien zu zeigen. „Wir Schiedsrichter sind dafür offen, sehen Vor- und Nachteile“, sagte er. Die Vereine hatten sich vor der Saison dagegen ausgesprochen.

Der für das Schiedsrichterwesen zuständige DFB-Vizepräsident Ronny Zimmermann brachte einen weiteren Vorschlag ein: Ein sogenanntes Challenge-System. Damit hätten die Trainer pro Halbzeit eine begrenzte Zahl von Möglichkeiten, den Videobeweis zu fordern. Dieses Verfahren erlaubt derzeit allerdings der Weltverband Fifa nicht. dpa

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09.11.2017, 06:00 Uhr
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