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Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft

Coco Chanel - Der Beginn einer Leidenschaft

Audrey Tautou spielt ein Waisenkind vom Lande, das sich zu Frankreichs berühmtester Modeschöpferin mausert.

Coco avant Chanel
Frankreich

Regie: Anne Fontaine
Mit: Audrey Tautou, Benoît Poelvoorde, Alessandro Nivola, Marie Gillain

- ab 6 Jahren

Tagblatt-Wertung

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27.07.2009
  • Klaus-Peter Eichele

Die Französin Gabrielle Chanel, genannt Coco, war die erste Frau, die sich als Unternehmerin in einer Männerdomäne behauptet hat. Die von ihr entworfene Mode (unter anderem das „kleine Schwarze“) war von den zwanziger Jahren an weltweit stilbildend. So steht es einigermaßen wahrheitsgetreu im Abspann. In der Geschichte, die Regisseurin Anne Fontaine davor erzählt, ist die Lebensleistung des einstigen Waisenkinds nur ein Randaspekt.

Der Film konzentriert sich auf ihre Twen-Jahre vor dem ersten Weltkrieg, als sich die einfache Schneiderin und Teilzeit-Spelunkensängerin (Audrey Tautou) in die besseren Kreise hochschläft und allmählich erkennt, dass sie es mit dieser Methode niemals weiter als bis zur austauschbaren Mätresse schaffen wird.

Nebenbei schimmert zwar auch ihr Naturtalent in Eleganzfragen durch, und man, vielmehr: die Damenwelt spürt am eigenen gespannten Mieder, dass die Zeit überreif ist für eine Revolution der Frauenmode. Doch im Wesentlichen verzettelt sich der Film in weitschweifigen Gesellschafts-Tableaus der Belle Epoque und unfruchtbaren Techtelmechteln. Alles läuft auf die filmisch wie literarisch (angefangen bei Jane Austen) bereits gut belegte These hinaus, dass ambitionierten Frauen jener Epoche von sozialen Konventionen die Luft abgeschnürt wird.

Chanels finaler Schwenk in den selbst bestimmten Beruf, dem sich alle (Liebes-)Beziehungen fortan unterzuordnen haben, wirkt entsprechend aufgesetzt. Erschwerend kommt hinzu, dass das sanfte Reh Audrey Tautou mit den derben und wohl auch gemeinen Charakter-Seiten, die Chanels rigidem Aufstiegswillen entspringen, wenig anzufangen weiß.

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27.07.2009, 12:00 Uhr | geändert: 05.11.2009, 12:00 Uhr

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Schlichtweg genial ist an diesem strunzöden, oft lachhaften, aber nie wirklich lustigen Film eher mal gar nix. der Humor ist seicht, platt und bemüht, was dann gar mehr an einen teutonischen Genrevertreter gemahnt. von französischer Leichtigkeit und Spritzigkeit iss hier nix zu sehen. Einzig das engagierte Spiel der immer irgendwie knuffigen, sympathischen Virginie Efira rettet die cineastische Stinkbombe vor dem Totalabsturz. Um den Tagblatt-Kritiker indes muss man sich langsam wirklich Sorgen machen ...
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