A 81 · Es wird eng und entsprechend langsamer

Bund saniert auf der A 81 die Fahrbahndecke zwischen Ergenzingen und Kochhardgrabenbrücke

Von Gert Fleischer

Am Freitag, 6. Oktober, beginnen die Arbeiten auf der Autobahn A81 zwischen der Anschlussstelle Rottenburg/Ergenzingen und der Kochhardgrabenbrücke auf der Fahrbahn Richtung Stuttgart.

Bund saniert auf der A 81 die Fahrbahndecke zwischen Ergenzingen und Kochhardgrabenbrücke

Symbolbild: Sommer

6,1 Millionen Euro investiert der Bund in die grundlegende Erneuerung dieses etwa sechs Kilometer langen Abschnitts.

Die bestehende Asphaltdeckschicht und die darunter liegende Binderschicht werden abgetragen und neu aufgezogen. Dabei ist es möglich, die Fahrbahnquerneigung von derzeit 2 Prozent auf 2,5 Prozent zu erhöhen, so dass Regenwasser schneller abfließt. Auch die bestehenden Entwässerungseinrichtungen wie Straßeneinläufe und Schlitzrinnen werden ausgetauscht oder entfernt. Bei der Anschlussstelle Ergenzingen werden zudem kleinere vorbereitende Arbeiten für den geplanten Ausbau zum kompletten „Kleeblatt“ getätigt.

Das Regierungspräsidium (RP) Stuttgart, das die Bauarbeiten koordiniert, beschreibt in seiner Pressemitteilung zwei Hauptbauphasen: Wenn die Verkehrssicherung eingerichtet ist, wird in der ersten Bauphase die linke Seite der Fahrbahn in Fahrtrichtung Stuttgart saniert, in der zweiten Bauphase die rechte Seite. Das alles dauert rund zehn Wochen. Voraussichtlich im Dezember soll alles erledigt sein.

Die gesamte Erneuerung findet mittels einer 3+1-Verkehrsführung statt. Dabei bleiben je zwei Fahrstreifen in beide Richtungen, erhalten, allerdings schmaler. Die vorhandene Fahrbahnbreite reicht laut RP nicht aus, um die Ein- und Ausfahrten zu den beiden mit Toiletten ausgestatteten Parkplätzen „Geyern“ und „Ziegler“ während der Bauzeit offen zu halten. Diese so genannten PWC-Anlagen sind also während der Bauzeit geschlossen.

Von Freitag an werden die Vorarbeiten zur Einrichtung der Baustelle während der Nacht ausgeführt. Der Verkehr auf der A81 wird von da an in Richtung Singen auf zwei verengten Fahrstreifen geführt. Anschließend werden Leitwände zur Richtungstrennung aufgestellt. Diese Arbeiten finden ebenfalls bei Nacht statt.

In der ersten Bauphase wird der linke Fahrstreifen in Fahrtrichtung Stuttgart auf die Gegenfahrbahn gelegt und die Lkw-Spur auf den Standstreifen verschwenkt. Die Geschwindigkeit im Baustellenbereich wird während der gesamten Bauzeit auf 80 Kilometer pro Stunde, zeitweise auch auf 60 Kilometer beschränkt.

Um die Störungen soweit wie möglich zu reduzieren, schreibt das RP, wurde die Bauzeit durch Nutzung verlängerter Schichten sowie Samstags- und Nachtarbeit verkürzt.


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04.10.2017 - 15:09 Uhr