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Die verschiedenen Farben des Schnees

Bernhard Mohl und Rupert Hausner waren am Freitag mit ihrem Winterprogramm im LTT

Tübingen. Einen Spaziergang durch schneebedeckte Landschaften versprachen Rupert Hausner und Bernhard Mohl den Gästen am Freitagabend, kindische Freude an weißen Winterlandschaften und mitunter auch Tiefschnee. „Wieder alles weich und weiß – Lieder und Gedichte vom Schnee“ heißt das Programm der beiden, zu dem sie am Freitag in das LTT-oben luden. Als der freischaffende Musiker Bernhard Mohl eine Gedichtsammlung zum Thema „Schnee“ geschenkt bekam, war er überrascht über den Facettenreichtum, mit dem vom Schnee erzählt werden kann.

02.12.2013

Das Vertonen von Gedichten als seine Passion und Profession ansehend, kam er bald auf die Idee, einen ganzen Abend mit Liedern und Texten über den Schnee zu gestalten. Der LTT-Schauspieler Rupert Hausner schloss sich Mohl an und gemeinsam suchten sie spannende, berührende und nachdenkliche Texte zum Thema. Dabei war Lyrik von Ingeborg Bachmann und Heinrich Heine ebenso dabei wie Gedichte der LTT-Mitarbeiterin Chandal Nasser oder des Wannweilers Othmar Mahlmeister.

Mit einer guten Portion Witz und Selbstironie und mit Keyboard, Gitarre, Xylofon und verschiedenen Mundarten trugen Mohl und Hausner die Texte vor und die Gäste durch das Programm. Kurzgeschichten von Robert Walser auf Schweizerdeutsch, ein Gedicht von Joachim Ringelnatz in Hamburger Platt und die Texte aus dem Ländle natürlich auf Schwäbisch. Die Bühne im dunklen Vorführungssaal des LTT-oben war bedeckt mit weißem Tuch und die beiden Künstler kamen in Zimmermannshosen. Viel wurde mit Assoziationen zu Schneelandschaften gespielt: Weich, weiß und warm sei alles im Schnee, ruhig und rund. Dann wieder wurden überraschende Stücke vorgetragen, von einem Oktopus, der im Winter an den Scheiben eines Omnibusses klebt und von Bärenkindern, die im Winter in der Bärenhöhle von ihren Berufswünschen träumen.

Begrüßt hatte Hausner das Publikum mit den Worten: „Sie werden feststellen: Schnee hat viele Farben.“ Und tatsächlich: Die Vielfalt der Texte überraschte und regte dazu an, sich unter ganz neuen Gesichtspunkten auf den nahenden Winter zu freuen. Wie verändern sich die Menschen und wie die Welt, wenn es schneit? Was verbirgt sich unter der Schneedecke – Unrat oder gar gefallene Helden?

Ruhig und besinnlich gestalteten Mohl und Hausner den Abend, aber nicht weihnachtlich, das gebe es schon so häufig. Bereits im vergangenen Winter wurde das Programm einmal aufgeführt. Geändert wurden seitdem nur Kleinigkeiten. Dieses Jahr gibt es noch einmal die Möglichkeit, den Schnee-Abend zu erleben: Am 20. Dezember um 20.30 Uhr in Reutlingen, im Theater-Pädagogik-Zentrum in der Heppstraße 99.

Am Schnee gefalle ihm am besten, so Mohl, „wie licht alles wird“. Hausner ist fasziniert von der Vergänglichkeit der Schneeflocken. Davon, dass man sie nicht einfangen kann. Zumindest nicht mit den Händen, aber doch in Liedern und Worten.

Auf dem Heimweg dann einzelne Schneeflocken, die durch den Regen wirbeln.miw

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02.12.2013, 12:00 Uhr
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