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München

Bayern fordert Gesetz zum Stopp der Filmpiraterie

Mehr als eine Milliarde Euro Schaden für die Filmbranche, 200 Millionen Euro Mehrwertsteuerausfall für den Staat und den Verlust von 34 000 Arbeitsplätzen kostet die "Filmpiraterie", das illegale Herunterladen von Filmen im Internet, mittlerweile allein in Deutschland. Diese Zahlen nannte Margarete Evers, Direktorin der "Allianz Deutscher Produzenten - Film & Fernsehen" jetzt beim 36.

18.01.2011
  • SWP

München Filmgespräch der CSU unter Hinweis auf eine aktuelle Studie. Es bestehe "dringender gesetzlicher Handlungsbedarf", so Evers bei der Tagung am Rande der Vergabe des bayerischen Filmpreises.

Auch die bayerische Justizministerin Beate Merk (CSU) warnte vor einer Verharmlosung des Themas. Mit der Förderung des "Medienführerscheins" für Jugendliche auch an bayerischen Schulen solle das Bewusstsein bei potentiellen Konsumenten für die Folgen ihres Handelns geschärft werden. Merk appellierte aber insbesondere an die Bundesregierung, "den Staatsanwälten ausreichende Mittel an die Hand zu geben", um gegen Raubkopierer vorzugehen. Es gebe jedoch "massive Meinungsunterschiede" zwischen ihr und Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) etwa bei der Vorratsdatenspeicherung. Nur durch staatliche Zugriffsmöglichkeit auf das Internetprotokoll (IP) sei der Kontakt von Providern in Deutschland mit illegalen Anbietern von Raubkopien zu unterbinden, die im für die deutsche Justiz nicht erreichbaren Ausland säßen. Dies müsse auf Bundesebene gesetzlich geregelt werden.

Tröstlichere Botschaft für die anwesenden Filmschaffenden im Münchner Literaturhaus hatte der bayerische "Filmminister" Siegfried Schneider (CSU) parat. Als Vertreter des Staatsministeriums kündigte er an, dass das Land seinen Anteil an der Filmförderung der Film Fernseh Fonds Gesellschaft (2010: 30,8 Millionen Euro) im Doppelhaushalt 2011/12 um gut eine Million Euro aufstockt. Hö.

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18.01.2011, 12:00 Uhr
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