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Unschönes Ende eines Derbys

Basketball: Walter Tigers unterliegen Dauerrivale Ulm mit 67:80 in der ausverkauften Paul-Horn-Arena

Bitterer Nachgeschmack nach einer umstrittenen Schiedsrichter-Entscheidung in der Schlussminute: Die Walter Tigers Tübingen verloren gestern gegen Ulm in der ausverkauften Paul-Horn-Arena mit 67:80 (34:43).

31.12.2012
  • von Hansjörg lösel

Die Tigers schienen gerade auf dem besten Weg zu einem ähnlich spektakulären Endspurt wie zuletzt gegen Berlin und in Bonn – Josh Young hatte den Ulmern gerade den Ball stibitzt und war auf dem Weg zum lockeren Korbleger, als er von Ulms Per Günther unsanft gestoppt wurde.

Alle Fans fragten sich, ob es die Schiedsrichter bei einem normalen Foul belassen oder ein Unsportliches verhängen würden, also zwei Freiwürfe plus Ballbesitz für Tübingen. Dann wäre beim Stand von 67:74 wieder alles drin gewesen – doch die Schiedsrichter ließen einfach weiterlaufen. Eine Fehlentscheidung, wie die Fernsehbilder bewiesen. Tiger-Coach Igor Perovc geriet darüber derart in Rage, dass er ein Technisches Foul kassierte. Das Derby war entschieden, mit einer Freiwurf-Serie in den letzten Sekunden besiegelte der Favorit aus Ulm den klaren 80:67-Erfolg.

„Wir waren nicht 13 Punkte, nur einen Tick besser“, sagte Ulms Coach Thorsten Leibenath, „den Unterschied hat heute die tiefere Bank ausgemacht.“ In der zweiten Hälfte kamen bei Tübingen nur noch sieben Spieler zum Einsatz, die Ulmer verteilten die Spielzeit dagegen auf zehn Akteure. Und konnten sich den Luxus leisten, Allstar-Center John Bryant, der nach einem Cut am Auge in der Halbzeitpause genäht worden war, nach dem Seitenwechsel zu schonen. Andere sprangen in die Bresche, wie Steven Esterkamp: Der 31-Jährige erzielte alleine im zweiten Viertel 13 Punkte, darunter drei Dreier – und war maßgeblich beteiligt am 16:0-Run der Ulmer, die den Tübinger 28:20-Vorsprung in eine eigene 36:28-Führung verwandelten. Nach dem Seitenwechsel kam weitere Entlastung von der Bank, Sebastian Betz etwa erzielte alle seine 9 Punkte im zweiten Durchgang.

Zu Beginn hatte Tübingen überzeugt, führte nach einem Lischka-Alleingang übers ganze Feld mit 19:14. Ulm verkürzte bis zum Viertelende auf 19:18. Den zweiten Abschnitt eröffneten Duggins und Wells mit einem Missverständnis, als sie beim Einwurf den Ball an Jeter herschenkten. Nicht nur wegen dieser Aktion gehörte Duggins gestern zu den großen Enttäuschungen. „Es war wirklich frustrierend, das war vielleicht das schlechteste Spiel in meinem Leben“, sagte der sonstige Topscorer der Tigers, der gestern auf eine kümmerliche Trefferquote von 17 Prozent aus dem Feld heraus kam. Mit seinem Sprungwurf zum 47:48 brachte Duggins die Tigers aber wieder heran – die Antwort kam allerdings sofort per Dreier durch Jeter, der Ex-Tübinger Dane Watts legte vier weitere Punkte nach. Ulm setzte sich wieder ab, nach einem weiteren Jeter-Dreier sogar bis auf 64:50. Die Tigers steckten aber nie auf, glaubten mit den geglückten Comebacks gegen Berlin und Bonn im Hinterkopf unverdrossen an ihre Chance. Die sollten sie auch gestern wieder bekommen, doch das letzte Wort hatten die Schiedsrichter. Duggins wollte die Niederlage aber nicht daran festmachen, sucht die Ursachen bei sich selbst. Sein erster Vorsatz für 2013? „Ich muss dringend in die Halle, ein paar Bälle werfen.“

Basketball: Walter Tigers unterliegen Dauerrivale Ulm mit 67:80 in der ausverkauften Paul-Horn-Arena
Kein Foul? Josh Young wird in der Schlussminute von Per Guenther (rechts) aus dem Tritt gebracht, das Spiel lief weiter.Bild: Ulmer

Nationalspieler Per Günther redete nicht lang drumrum: „Ja, das war ein Foul von mir“, sagte der Ulmer Spielmacher zu seiner nicht geahndeten Aktion gegen Josh Young in der Schlussminute, an der sich die Gemüter erregten. „Die entscheidende Phase war aber die, als wir mit acht Punkten hinten lagen und dann durch die Dreier das Spiel gedreht haben – davon haben wir das ganze Spiel über gezehrt“, sagte Günther. Die Atmosphäre in der Paul-Horn-Arena habe er genossen, sagte der 24-jährige: „Ich habe das Gefühl, dass diese Derbies immer intensiver werden.“

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31.12.2012, 12:00 Uhr
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