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Zumba, Zander, Therapien

Ausstellung „Gesund leben“ zog viele Interessierte ins Sportinstitut

Fitness. Ernährung. Gesundheit. Die dritte regionale Ausstellung „Gesund leben“ des TAGBLATTs in Kooperation mit dem Sportinstitut und der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik zog über das Wochenende über 2000 Interessierte ins Sportinstitut.

30.09.2013
  • WOLFGANG ALBERS

Tübingen. Musikstück reiht sich an Musikstück, Bewegungen gehen fließend ineinander über, der Körper bleibt immer im Rhythmus: Zumba heißt dieser sanftere Nachfolger von Aerobic -– und ist momentan Trend. Die Gymnastikhalle war jedenfalls voll, als Zumba auf dem Mitmach-Programm stand.

Dritte Gesundheitsmesse "Gesund leben" im Sportinstitut

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An Wochenende gab es in Tübingen zum dritten Mal die Ausstellung "Gesund leben". 22 Aussteller informierten über Bewegungsangebote und alternative Heilmethoden oder berieten zu Ernährungsfragen. Besucher konnten sich Sportangebote ansehen und lernten, wie man sogar eine Tageszeitung zum Sportgerät umfunktionieren kann. Die "Gesund leben" wurde vom Sportinstitut der Uni Tübingen, der BG Unfallklinik und dem SCHWÄBISCHEN TAGBLATT im Unisportzentrum veranstaltet.

© Video: Victoria Vosseberg 02:13 min

Fitness hat ja auch mit Bewegung zu tun, und da hatten die Besucher viel Gelegenheit, das Passende auszuprobieren. Pilates wurde ebenso angeboten wie Hatha-Yoga, ChiGong oder Bogenschießen. Und die Studentische Seglergemeinschaft Tübingen hatte für die Kinder im Schwimbad eine Segeljolle des Typs „Optimist“ zu Wasser gelassen.

Fitness hat aber auch viel mit der Lebensführung zu tun. Dass der Körper darauf reagiert, ist bekannt – Stichwort Wampe. Aber die Diagnosemöglichkeiten beschränken sich nicht nur auf den Augenschein. Das Fitnesscenter Mapet führte einen Stoffwechsel-Test vor, der schnell über beide Tage ausgebucht war. Dabei atmet man über drei Minuten in ein Röhrchen, und ein Messgerät analysiert die Atemluft: Wieviel Sauerstoff wird ausgeatmet, wie viel Kohlendioxid? Eine Software errechnet, ob der Körper Kalorien über Kohlenhydrate oder aus den Fettdepots verbrennt. Nur letzteres garantiert ein Abnehmen. „Wenn jetzt jemand zu wenig aus den Fettdepots verbrennt, beraten wir, mit welchem Training man das ändern kann“, erklärte Marc Staffa vom Mapet-Team.

Rote Linsen in der Kokossuppe

Oder mit welcher Ernährungsumstellung. Da informierte zum Beispiel Angela Blank von der UDO-Ernährungsberatung. UDO ist der Essen-Lieferant für das Klinikum. Aber auch die Ernährungsberatung für die Kliniken ist jetzt dort angesiedelt – was viele nicht wissen. „Wir wollen deshalb unseren Bekanntheitsgrad steigern“, sagte Angela Blank. „In unser Büro in der Medizinischen Klinik kann man auch ambulant kommen.“ Etwa Menschen, denen der Arzt eine Ernährungsumstellung ans (kranke) Herz gelegt hat: „Aber was das bedeutet – damit sind sie allein gelassen.“ Das bedeutet dann zum Beispiel Zander auf Kürbisragout oder Rote Linsen-Kokos-Suppe. Danny Katusic, Koch des Restaurants im Klinik-Gesundheitszentrum, bot diese Kostproben an.

Ausstellung „Gesund leben“ zog viele Interessierte ins Sportinstitut
Bei der Ausstellung „Gesund leben“ im Tübinger Sportinstitut machte Oliver von der Abteilung Gesundheitssport der TSG (Mitte) mit Interessierten Sport mit dem zusammengeknüllten SCHWÄBISCHEN TAGBLATT. Bild: Sommer

Eine ungesunde Lebensführung kann auch andere Ursachen haben – der Stress kann einen fertig machen. „Mit einem Ärgernis fängt es an“, erklärte Marc Bergweiler einer Besucherin. „Aus dem Stress wird chronischer Stress, und daraus dann ein Burn-out.“ Das ist noch keine Krankheit, aber die Vorstufe zu einer: „Daraus kann eine Depression entstehen, und Depressionen sind nur zu einem Drittel heilbar. Also ist es besser, das vorher abzufangen.“

Dazu bietet Marc Bergweiler als Burn-out-Lotse seine Hilfe an. In Sonnenbühl leitet er ein Burn-out-Helpcenter für die Region Neckar-Alb, eines im europaweiten Netzwerk von etwa 400. Der frühere Rettungsassistent und Unternehmensberater arbeitet vor allem in der betrieblichen Prävention: „Wenn in kleineren Unternehmen wichtige Leute durch Burn-out ausfallen, kann das schnell Richtung betriebliches Ende gehen.“

Fitness hat auch viel mit der Gesundheit zu tun, die oft schon angeschlagen ist. Vom Start der Ausstellung weg registrierte Sven Sender, Pressesprecher der Berufsgenossenschaftlichen Unfallklinik, viele Besucher: „Die Leute haben häufig Leiden – Arthrose ist ja eine Volkskrankheit.“ Manchmal kann man sie lindern, etwa durch Physiotherapie. Stefanie Gruber legte den Besuchern Kinesiotapes an, das sind bunte, elastische Bänder, die spätestens seit dem Balotelli-Strip jeder kennt. Sie können zum Beispiel am Rücken Verspannungen lösen und so Schmerzen beseitigen: „Das ist wie bei der Akupunktur: Es gibt keine Studie, aber die Leute sagen, dass es hilft.“

Künftig mit körpereigenem Knorpel

Wenn aber Bänder und Gymnastik gar nicht mehr helfen, muss operiert werden. Die Ärztin Tabea Haas zeigte an einem Modell, wie zum Beispiel mit einer Kniespiegelung ein Meniskus gerichtet wird: Durch einen kleinen Schnitt am Knie schiebt sie Instrumente und eine Minikamera ein. Dann zwickt sie Teile des Meniskus ab oder glättet sie, ein Faden bringt ihn wieder in Position. Das ist Standard. In Zukunft sollen zum Beispiel Bandscheiben aus körpereigenem Knorpel wiederhergestellt werden. Daran arbeitet das Zentrum für Regenerationsbiologie und Regenerative Medizin. Professor Konrad Kohler stellte dies den Besuchern vor: „Wir brauchen auch den informierten Patienten, damit er diese Therapien nachfragt.“

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30.09.2013, 12:00 Uhr
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