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Hilfloser Versuch

Auf "Forschungsfreiheit" bestehen

Widerspruch zum Leserbrief von Dr. Fahad Sultan, der am 6. Mai über die Notwendigkeit von Tierversuchen schrieb.

17.05.2011

Um Sultans Einschätzung über Nutzen oder Schaden von Tierversuchen bewerten zu können, ist zunächst darauf hinzuweisen, dass er als Experimentator selbst direkt von den Primatenversuchen profitiert. Dass jemand, dessen Karriere davon abhängt, meint: „Wir brauchen weiter Tierversuche“, verwundert nicht.

Seit die Kampagne gegen die Versuche läuft, seit zweieinhalb Jahren, sind die Experimentatoren aber nicht in der Lage, auch nur ein sachliches Argument für den angeblichen Nutzen der Experimente anzuführen. In intellektuell unredlicher Weise wird stattdessen durch die Nennung von „Krebs oder Parkinson“ ein Nutzen der reinen Neugierforschung für kranke Menschen bloß suggeriert.

Dieses Vorgehen Sultans schließt an das der „Neurowissenschaftlichen Gesellschaft“ an, die am Tag unserer Demonstration gegen Tierversuche im April 2009 eine große Anzeige im TAGBLATT schaltete, in der mit banalen Mitteln – dem Abdruck eines Fotos einer Alzheimer-Patientin – suggeriert wurde, Alzheimer-Forschung sei auf Affenversuche angewiesen. „Dieser Eindruck ist nicht richtig“, erklärte daraufhin Alzheimer-Spezialist Prof. Mathias Jucker vom Hertie-Institut im TAGBLATT, und gab damit die die kostspielige Anzeige der Lächerlichkeit preis.

Ähnlich hilflos bleibt Sultans Versuch. Letztlich bleibt ihm nur, auf „Forschungsfreiheit“ zu insistieren. Warum er sich als Verteidiger freier Wissenschaft geriert, in dem Zusammenhang aber ausgerechnet einen barocken Prediger zitiert, der sich durch Feindschaft gegenüber Juden und Frauen auszeichnet und z.B. davon gesprochen hat, „diesen Weibern auf die entblößten Brüste [zu] scheißen“, bleibt Sultans Geheimnis.

Matthias Rude für die Antispeziesistische Aktion Tübingen

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17.05.2011, 12:00 Uhr
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