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Griechenland

Anti-Terror-Erfolg in Athen

Die Polizei nimmt einen mutmaßlichen Paketbomber fest, der auch Wolfgang Schäuble zum Ziel hatte.

30.10.2017
  • GERD HÖHLER

Athen. Den griechischen Anti-Terror-Fahndern ist offenbar ein großer Fisch ins Netz gegangen: Sie haben am Samstag in Athen einen 29-Jährigen festgenommen, der im Frühjahr Briefbomben an den früheren Premierminister Lucas Papademos und den damaligen deutschen Finanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) geschickt haben soll.

Der Brief, aufgegeben im März dieses Jahres in einem Postamt in Athen und adressiert an den Bundesfinanzminister, sollte töten. Doch der mit Sprengstoff gefüllte Umschlag erreichte seinen Empfänger nicht. In der Poststelle des Finanzministeriums wurde die explosive Sendung bei der Sicherheitskontrolle entdeckt und unschädlich gemacht.

Weniger Glück hatte zwei Monate später der frühere griechische Zentralbankchef und Premierminister Lucas Papademos: Er öffnete auf der Heimfahrt vom Büro im Fond seines Wagens einen Umschlag, der Sprengstoff enthielt. Papademos wurde erheblich verletzt und musste einen Monat lang im Krankenhaus behandelt werden.

Absender der Briefbomben soll der 29-jährige Konstantinos G. gewesen sein. Nach wochenlanger Observation griffen die griechischen Terrorfahnder jetzt zu, als der Verdächtige ein Mietshaus am Athener Attika-Platz verließ. Er hatte drei Reisetaschen und einen Müllsack bei sich.

Verbindung zu Linksextremisten

Darin fanden die Beamten zwei Pistolen und 300 Schuss Munition, neun gefälschte Personalausweise, Sprengstoff, einen Zeitzünder und anderes Material zum Bombenbau. Offenbar wollte der Mann eine konspirative Wohnung räumen, die er unter falschen Namen in dem Haus angemietet hatte. In der Wohnung wurden ein Laptop-Computer und weitere Indizien sichergestellt, darunter mehrere Adressenaufkleber. Sie deuten darauf hin, dass der 29-Jährige die Briefbomben an Schäuble und Papademos sowie weitere Sprengstoffsendungen verschickt hat. Darunter war ein Umschlag an den Internationalen Währungsfonds in Paris, bei dessen Öffnung eine Sekretärin verletzt wurde. Die Fahnder waren dem mutmaßlichen Täter mit Aufnahmen von Sicherheitskameras auf die Spur gekommen, die ihn bei der Aufgabe der Briefe in verschiedenen Postämtern zeigten.

Konstantinos G. ist für die Polizei kein Unbekannter. Er hat Verbindungen zu linksextremen Terrorgruppen, darunter zur Organisation „Verschwörung der Feuerzellen“, die sich seinerzeit zur Absendung der Briefbomben bekannte. Mit Hilfe des gefundenen Materials hoffen die Fahnder jetzt weitere Komplizen identifizieren und festnehmen zu können. Gerd Höhler

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30.10.2017, 06:00 Uhr
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