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Das Lächeln einfangen

„Anna Roig i L’ombre de ton chien“ im Club Voltaire

Tübingen. Überwiegend junge und dabei viele Katalanisch-sprechende Zuhörer zog es am Montagabend in den Club Voltaire. So konnte Anna Roig getrost den größten Teil ihrer Ansagen auf Katalanisch machen, darunter mischte sich Französisch, ein paar Sätze auf Englisch und einzelne deutsche Worte. Restliche Verständigungsprobleme löste sie mit ihrem Charme.

09.05.2012

Nach der letzten Zeile aus Jacques Brels „Ne me quitte pas“ benannt, tritt sie zusammen mit ihren vier Musikern als Anna Roig „i L’ombre de ton chien“ auf – „Der Schatten deines Hundes“, das sind Carles Sanz (Stage-Piano und Melodika), Gitarrist Magí Batalla, Carles Munts an E-Bass beziehungsweise Kontrabass und Schlagzeuger Ricard Parera. Ihre Lieder schreibt und singt Anna Roig auf Französisch und Katalanisch¨– die beiden Sprachen, mit denen sie aufgewachsen ist: Die Mutter ist Französin, der Vater Katalane.

Der Verweis des Bandnamens auf das bekannte Chanson macht auch einen musikalischen Einfluss deutlich. Das erste Lied an diesem Abend klang, als ob ein Chanson begleitet von einer Jazz-Band durch eine Zirkusmanege marschiert, dann jedoch folgte ein dickhäutiger, stampfender Dreiviertel-Takt. Wirkte die Sängerin als sie zu Beginn noch vor der Bühne stand und zur Begrüßung mit dem Publikum ins Gespräch kam, noch ganz natürlich, so verwandelte sie sich beim Singen auf der Bühne: Dort wirkte sie plötzlich wie ein trauriger Clown mit Kulleraugen, der die Lust am Magisch-Fantastischen und an Illusionen keineswegs verloren hat. Das zeigte sich zum Beispiel bei dem Lied „Vendeuse de rires“, also über eine Frau, die Lächeln verkauft, wobei Anna Roig ihr Lächeln mit zwei Fingern einfing, um es kurz darauf wieder aufzusetzen.

„Anna Roig i L’ombre de ton chien“ hatten unter gleichem Namen ihre erste CD veröffentlicht. „Bigoti vermell“, was soviel bedeutet wie „Leuchtend roter Schnauzbart“, heißt nun ihre zweite Platte. Mit Liedern aus beiden Veröffentlichungen tourte die Band aus Barcelona durch Deutschland, letzte Station war gestern Berlin. Mit ihrer charakteristischen, oft fast kindlich klingenden Stimme sang Anna Roig überwiegend ihre eigenen, durchdacht arrangierten Lieder, die den Spaß am Spielerischen erkennen lassen. Daneben interpretierte sie aber auch etwa Serge Gainsbourgs „La javanaise“ oder – in einer schnittigen, rockig-poppigen Variante – sein „Poupée de cire, poupée de son“.

Am Ende reichten dem Publikum ein, zwei Zugaben nicht. Schließlich kehrten die Musiker noch einmal zurück – diesmal inmitten der Zuhörer spielten sie einen letzte Zugabe elektrisch unverstärkt als Akustik-Version.

Madeleine Wegner

„Anna Roig i L’ombre de ton chien“ im Club Voltaire
Liebeserklärung ans Publikum: „On vous aime!“, flüsterte Sängerin Anna Roig am Montag im Club Voltaire. Bild: Metz

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09.05.2012, 12:00 Uhr
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