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Angel - Ein Leben wie im Traum

Kitsch und Ehrgeiz reichen eben nicht als Stoff, aus dem die Träume sind.

Kitsch und Ehrgeiz reichen eben nicht als Stoff, aus dem die Träume sind.

THE REAL LIFE OF ANGEL
Frankreich

Regie: François Ozon
Mit: Romola Garai, Charlotte Rampling, Michael Fassbender

- ab 6 Jahren

Tagblatt-Wertung

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24.11.2015
  • dhe

Tracy Turnblad (Nikki Blonsky) ist klein und breit. Ein Star sieht anders aus, findet ihre Mutter Edna (ja, es ist John Travolta), deren eigene Körpermaße so voluminös sind, wie es zu erwarten ist, wenn jemand seit elf Jahren das Haus nicht mehr verlassen hat. Tracy lässt sich nicht beirren und trällert jede wache Minute die Hits aus der Corny-Collins-Show, im Sommer 1962 die angesagteste TV-Tanz-Party in Baltimore. In der Schule fällt sie vor allem dadurch auf, dass ihre toupierte Haarpracht dem Jungen hinter ihr die Sicht auf die Tafel versperrt. In Gedanken probt sie schon die nächsten Tanzschritte, und tatsächlich wird beim Schulball Corny Collins höchstpersönlich auf sie aufmerksam.

In der nächsten Show ist Tracy mit auf dem Parkett, und die dickliche Kleine mit dem unglaublichen Schwung erobert die Herzen der Fernsehzuschauer. Nur die blonde Amber (Brittany Snow), bisheriger Nachwuchsstar der Show, ist nicht gerade begeistert von der unerwarteten Konkurrentin. So wenig wie Ambers Mutter Velma (Michelle Pfeiffer), die den zuständigen Fernsehsender managt. So weit der süßlich-fiese Plot, so klebrig wie Haarspray, so verlogen wie die damalige US-amerikanische Gesellschaft, in der der Mainstream eben noch von der Rassentrennung überzeugt ist.

Aber Tracy hat es eben nicht nur mit der properen Oberfläche. Denn es geht um mehr als um den Sieg im Wettbewerb „Miss Teenage Hairspray“. Als Velma nicht nur sie selbst, sondern auch den Tag für die schwarzen Tänzer aus der Show streichen will, wächst Tracy über sich hinaus – wie ihr Vater, ein Scherzartikelhändler, es ihr schon immer zugetraut hatte. Und Tracys Mutter Edna bringt so viel Tuntenhaftigkeit in den Film, wie es in den frühen Sechzigern wohl eher nicht politisch korrekt gewesen wäre. Wie aber ein Sound, ein Tanzrhythmus ankündigt, wie sich eine ganze Gesellschaft wandelt, das weiß auch diese bonbonbunte Adaption von John Waters’ Kultfilm aus den achtziger Jahren.

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24.11.2015, 12:00 Uhr | geändert: 07.08.2009, 12:00 Uhr

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14.08.2007

12:00 Uhr

Maga Duthi schrieb:

Awful! We stayed till the end waiting that all would finally become a joke , but no!!! it was all for real…Completely disappointing.



 
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