Langer Stau wegen Baustellen in und um die Stadt

Am Freitagnachmittag ging in Tübingen gar nichts mehr

Von Volker Rekittke

Die Vollsperrung der B28 führte zu langen Staus. Aber auch rund um Tübingen haben es Autofahrer derzeit nicht leicht.

Am Freitagnachmittag ging in Tübingen gar nichts mehr

Baustellen, Baustellen, Baustellen - führen zu Stau, Stau, Stau. Archivbild: Sommer

Lange Staus gab’s am Freitagnachmittag in großen Teilen des Tübinger Stadtgebiets, vor allem in der West- und der Südstadt. Ab 15 Uhr, also mitten im Berufsverkehr, sperrte die Stadt die Reutlinger Straße in Fahrtrichtung Reutlingen. Die B 28 bekam zwischen der Blauen Brücke und der Ludwigstraße übers Wochenende einen neuen Fahrbahnbelag. Das bedeutete für diesen Bundesstraßenabschnitt: Vollsperrung samt Umleitung über die Hechinger Straße auf die B 27.

Laut Albert Füger vom Tübinger Tiefbauamt wählte die Stadt bewusst das Herbstferien-Wochenende für die Vollsperrung. Die Zeit von Freitagnachmittag (Baustelleneinrichtung) über den Samstag (neuen Belag aufbringen) bis Sonntag/Montag (Fahrbahnmarkierungen) sei schlicht nötig gewesen. Und: „Je später im Jahr, desto schwieriger.“ Weil Regen und Frost dann für Verzögerungen sorgen können. Das gelte auch für die anderen Baustellen in der Region: „Alle versuchen, ihre Baustellen vor dem Winter fertig zu bekommen.“ Ein anderer Grund für die zuletzt starke Zunahme der Bautätigkeit ist laut Füger: Nach jahrelangem Sanierungsstau sei derzeit „viel Geld im System“. Teils könnten Land und Kommunen die Mittel kaum verbauen.

Auch für ÖPNV-Nutzer gab es am Wochenende Einschränkungen und längere Wartezeiten, so Lars Hilscher, Verkehrsplaner der Stadtwerke Tübingen: Alle regulären Buslinien ins Französische Viertel endeten am Busbahnhof, Pendelbusse übernahmen von dort den Transport. Das Schweickhardt-Areal und der Wennfelder Garten wurden das Wochenende über nicht angefahren. Alle anderen Busse fuhren, wenn auch teils mit Verspätungen – etwa die Linie3 Derendingen-Wanne-WHO.

Und das ist der Stand bei anderen neuralgischen Baustellen rund um Tübingen: Die Ortsdurchfahrt Immenhausen (Kreisstraße K6093) bekommt seit dem 21. September in drei Bauabschnitten einen neuen Belag. Dort laufe alles nach Plan, so Martina Guizetti vom Landratsamt, weshalb die Härten-straße wie geplant Anfang Dezember wieder für den (Durchgangs-) Verkehr freigegeben werden soll.

Fast fertig ist auch die Umgestaltung der Dorfmitte samt Sanierung der Dorfstraße in Jettenburg. Laut Kusterdingens Bürgermeister Jürgen Soltau soll die Ortsmitte noch in dieser Woche für den Verkehr freigegeben werden: Dann fahren auch wieder Busse zur dortigen Haltestelle und die Ampeln an den B28-Anschlussstellen Wankheim und Jettenburg werden abgebaut.

Bereits seit dem 16. Oktober bis voraussichtlich 11. November ist die Landesstraße durch Nehrenwegen Belagsarbeiten voll gesperrt.

Auf der B27 wischen Walddorfhäslach und Pliezhausen wird die Fahrbahndecke erneuert und eine Brücke instandgesetzt. Die Bauabschnitte I und II sollen Mitte Dezember fertig sein, teilt Steffen Fink vom Regierungspräsidium Tübingen mit. Weil den Winter über nicht weitergebaut wird, kann der Verkehr dann wieder in beide Richtungen auf je zwei Fahrspuren rollen. Auch während der Bauphase III (Mitte April bis September 2018) wird es laut RP in jeder Richtung jeweils zwei Fahrspuren geben./

Die aktuelle Verkehrslage in Tübingen gibt es immer aktuell auf www.tagblatt.de.


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07.11.2017 - 01:00 Uhr