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Für jedes Kind ein Geschenk

Aktion Wunschbaum: Fast 300 Wünsche im Web abrufbar

Der Tübinger Jugendgemeinderat will bedürftigen Kindern einen Wunsch erfüllen und hat die Aktion Wunschbaum gestartet. Wer will, kann ein Geschenk übernehmen, im Internet sind sie zu finden.

09.11.2010
  • Kathrin Schoch

Tübingen. Erste weihnachtliche Gefühle kommen seit gestern auf dem Tübinger Marktplatz auf: Dort steht der wahrscheinlich erste Tannenbaum in dieser Saison. Statt Kugeln und Kerzen trägt er aber ganz besondere Kärtchen, mit Teddybären und Spielzeugautos drauf. Geschmückt wurde die Tanne von Steffen Müller, Clemens Beeken und Anselm Fliethmann vom Tübinger Jugendgemeinderat und Amely Krafft vom Gemeinderat, die damit auf die Aktion Wunschbaum hinweisen wollen. Die Idee: Spendenfreudige Bürger kaufen ein Geschenk für Kinder aus bedürftigen Familien.

Bereits vor zwei Jahren gab es den Wunschbaum: Damals bekamen 66 Kinder Geschenke, vermittelt wurden die Jungen und Mädchen von der Aktion Sahnehäubchen.

In diesem Jahr schrieben die Jugendgemeinderäte über 700 Familien an, die die Tübinger Bonuscard besitzen – damit erschlossen sie sich einen weit größeren Kreis als zuvor. „Damit wir alle Wünsche erfüllen können, darf jedes Geschenk maximal 30 Euro kosten“, sagte Steffen Müller. Dass der Bedarf groß ist, zeigten die vergangenen Wochen: Fast 300 Wünsche von Kindern und Jugendlichen bis 16 Jahren gingen bei den Jugendräten ein. Viele wünschen sich einen Gutschein, um sich selbst etwas kaufen zu können; auch Fahrräder, Legosteine und Stofftiere stehen weit oben auf der Liste.

Auch Michael Lucke, Tübingens Bürgermeister und Schirmherr der Aktion, setzt sich für den Wunschbaum ein: Gestern half er beim Schmücken, am 6. Dezember wird er als Nikolaus verkleidet die Geschenke verteilen – das sei für ihn Ehrensache, sagte er. Er hofft, dass sich viele Tübinger an ihre eigene Kindheit erinnern und mitmachen. Falls es dennoch nicht reichen sollte, könnte die Stadt etwas dazu geben. „Es soll keins der Kinder ohne Geschenk bleiben.“ Steffen Müller und die anderen sind guter Dinge, dass genügend Geschenke zusammen kommen. Gebrauchte Sachen können ebenfalls abgegeben werden, wer will, kann Geld spenden. Amely Krafft begleitete als Jugendgemeinderätin die erste Aktion. Sie erinnert sich: „Viele Leute waren froh, dass jemand ihre Fahrräder und Kinderbetten brauchen konnte.“

Info: Das TAGBLATT veröffentlicht in den nächsten Tagen alle Wünsche im Anzeigenteil. Auf der Internetseite www.aktion-wunschbaum.de sind zudem alle Wünsche aufgeführt. Wer einen erfüllen will, klickt ihn einfach an und füllt das Formular aus. Wer kein Internet hat, meldet sich bei den Jugendgemeinderäten unter 01 74 / 4 27 11 68. Geschenke müssen bis zum 21. November im Rathaus abgegeben werden. Wer spenden will, kann dies tun: Aktion Wunschbaum, Kontonummer: 162 35 96, Kreissparkasse Tübingen BLZ 641 500 20

1. Winterkleidung Größe 176, Junge, 13 Jahre

2. Gitarrenunterricht oder Playstation-Spiel,

Mädchen, 6 Jahre 3. Roller, Junge, 5 Jahre

4. Puppen-Stockbett, Puppe und Zubehör, Mädchen, 5 Jahre

5. Fußball, Junge, 11 Jahre 6. Saturn-Gutschein, Junge, 11 Jahre 7. Fernrohr, Junge, 10 Jahre 8. Fahrrad, 8 Jahre 9. Autorennbahn, Junge, 3 Jahre 10. Hello-Kitty-Mantel Größe 98-104, Mädchen, 2 Jahre

11. H&M-Overall oder Schneeanzug, Größe 92, Mädchen 1,5 Jahre

12. Beyblades oder Bakugans, Junge, 10 Jahre 13. Bücherregal oder Schrank, 16 Jahre 14. Puppenwagen, Mädchen, 1 Jahr 15. Klavierunterricht, Mädchen, 8 Jahre Das sind die ersten 15 Wünsche der Aktion

Aktion Wunschbaum: Fast 300 Wünsche im Web abrufbar
Dieses Jahr steht wieder ein Wunschbaum auf dem Marktplatz, aufgestellt von Sozialbürgermeister Michael Lucke (zweiter von rechts), den Mitgliedern des Jugendgemeinderates (von links) Steffen Müller und Clemens Beeken und der Gemeinderätin Amely Krafft. Wer will, kann bedürftigen Kindern ein Geschenk kaufen.Bild: Sommer

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09.11.2010, 12:00 Uhr
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