Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen
Abgang mit Stil

Abgang mit Stil

Krimikomödie mit den Altstars Morgan Freeman, Michael Caine und Alan Arkin als Rentner, die einen Banküberfall planen.

Abgang mit Stil

Videoplayer konnte nicht geladen werden.

Going in Style
USA 2017

Regie: Zach Braff
Mit: Morgan Freeman, Sir Michael Caine, Alan Arkin Kinostart 13.04.2017

97 Min. - ab 6 Jahren

Tagblatt-Wertung

Leser-Wertung

rating rating rating rating rating

Film bewerten

rating rating rating rating rating
03.07.2017
  • Klaus-Peter Eichele

Senioren wie der „Hundert(ein)jährige“ sind die großen Kino-Sympathen unserer Zeit, während der Banker spätestens in der Finanzkrise jeden Kredit verspielt hat. Wenn ein Trupp Senioren Bankern Saures gibt, müsste demnach der ultimative Konsensfilm herausspringen. So mag sich das Zach Braff gedacht haben, dem nach seinem Regie-Debüt „Garden State“ vor 13 Jahren viele eine große Karriere vorhergesagt haben, dem seitdem aber nichts Erwähnenswertes mehr gelungen ist.

Damit auch wirklich nichts schief geht, hat Braff drei Altstars verpflichtet, deren Popularität der Zahl ihrer Lebensjahre – zusammen 251 – in nichts nachsteht. Michael Caine, Morgan Freeman und Alan Arkin spielen eng befreundete Rentner, die ihr Leben lang hart in einem Stahlwerk malocht haben und sich jetzt einen Ruhestand in bescheidenen Verhältnissen gönnen. Damit scheint es vorbei, als ihre alte Firma dicht macht und der Rentenfonds gleich mit in die Tonne getreten wird.

Um dem Absturz in die Armut zu entgehen, sehen die drei schließlich nur einen Ausweg: Sie wollen ihre Hausbank, die bei dem Deal ihre Finger im Spiel hatte, um genau jene Summe erleichtern, die sie für einen halbwegs geruhsamen Lebensabend brauchen; eventuelle Überschüsse sollen in Robin-Hood-Manier an andere Bedürftige verteilt werden. Zu verlieren hat das Trio nichts: Im schlimmsten Fall droht das Gefängnis, wo es drei Mahlzeiten am Tag und kostenlose medizinische Versorgung gibt.

Man muss zugeben: So ungeniert hat noch selten ein Film den Bankraub als Problemlöser propagiert, und natürlich wünscht man als Zuschauer dem Raubzug der Senioren das allerbeste Gelingen. Über diese Grundbefriedigung hinaus hat „Abgang mit Stil“ jedoch wenig zu bieten.

Als Gegengewicht zu ihrer kriminellen Energie müssen sich die Rentner in allen anderen Lebensbereichen nämlich dermaßen tugendhaft verhalten, dass von glaubhaften Charakteren nicht mehr viel übrig bleibt. Entsprechend frühzeitig schalten die massiv unterforderten Hauptdarsteller auf Autopilot. Und die Komik, mit der Regisseur Braff das Vakuum zu füllen trachtet (etwa einem in die Binsen gehenden Probe-Überfall auf einen Supermarkt), zündet nur in wenigen Fällen.

Gut gelungen ist allerdings der Schluss, der auf sehr charmante Art zeigt, wie sich das einmal entzündete Feuer der Unbotmäßigkeit fortpflanzt.

Drei gutherzige Rentner wollen eine Bank ausrauben. Chapeau. Aber für einen guten Film braucht’s etwas mehr.

Spielplan

Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

03.07.2017, 08:23 Uhr

Sie müssen angemeldet sein, um einen Leserbeitrag zu erstellen.
Anmelden
Abgang mit Stil





Wir bitten Sie, sachlich zu diskutieren und respektvoll miteinander umzugehen. Bitte kommentieren Sie mit Klarnamen und verzichten Sie auf externe Links. Wir behalten uns vor, Kommentare zu löschen und Nutzer zu sperren. Genauere Regeln fürs Kommentieren finden Sie in unserer Netiquette .

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

 
Aus der Filmregion
Neueste Artikel
Filme aus der arabischen Welt Tausende Besucher bei Tübingen Filmfestival
Nachruf · Klaus-Peter Eichele Ein Weltbeobachter und Romantiker
Arabisches Filmfestival Eine Kindheit im Iran
Über Punk-Rock aus Reutlingen 30 Jahre Sumpfpäpste in einem Dokumentarfilm
Arabisches Filmfestival mit weiblicher Handschrift Auftakt mit einer Reise durch den Irak
Film Commission auf Tour So filmreif ist die Region
Zuletzt kommentiert
… „ES“ ist ein Kinderfilm für Erwachsene, denn die Helden sind allesamt angehende Teens. Es sind Pubertierende mit all ihren Nöten aus körperlichen Defiziten, großkotzigen Bullies, die die Stadt zu „ihrer“ Stadt erklären, übergriffigen Eltern und vor allem mit einem uralten Schrecken, der der Stadt schon bei der Gründung eingeschrieben wurde: Pennywise. Das alles kommt so fein austariert und bis ins letzte Detail stimmig umgesetzt daher, dass die Kinder dem empfindsamen Zuschauer recht bald ans Herz wachsen, Kinder einer Zeit und Kultur, in der der Horror für Stephen King noch aus dem Kleinstädtischen erwuchs. „ES“ spart nicht an einigen krassen Effekten, ist aber in seinen besten Momenten (und die sind beileibe nicht rar) dort am stärksten, wo es um das scheinbar Nebensächliche und Beiläufige geht: Wenn der Vater von Beverly seiner Tochter etwas zu lange über das Haar streicht, wenn der dicke Ben in der Bibliothek recherchiert und im Hintergrund die Bibliothekarin nicht weicht, wenn Stanley in der Synagoge ein Bild betrachtet und es irgendwann zurückschaut ….. das sind nur ein paar der vielen Szenen, bei denen es / „ES“ dich beklemmend schaudern macht. Chapeau.
Peter Dorn über Es
Aus der Filmwelt
Neueste Artikel
Jean Rochefort ist gestorben Mit Schalk, Charme und Schnauzbart
Stephen Kings „Es“-Verfilmung Es ist zum Fürchten
Harry Dean Stanton mit 91 Jahren gestorben Ein Gesicht, das alles erzählt
Interview mit Marie Bäumer „Ich habe ein Bett im Garten“

Fußballduell der Woche

214 abgegebene Stimmen
Neue Trailer
Neueste
Das Tagblatt bei
Facebook Google+ Twitter Instagram

Kino Suche im Bereich
nach Begriff

Kontakt zum Kundenservice

Abonnement
07071/934-222
vertrieb@tagblatt.de

Anzeigen
07071/934-444
anzeigen@tagblatt.de

Kontakt zu den Redaktionen

Schwäbisches Tagblatt Tübingen
07071/934-0
redaktion@tagblatt.de

Neckar-Chronik Horb
07451/9009-30
nc@neckar-chronik.de

Tagblatt Online         
07071/934-314
online@tagblatt.de

Steinlach-Bote Mössingen
07473/9507-0
sb@tagblatt.de

Rottenburger Post
07472/1606-16
ro@tagblatt.de

Reutlinger Blatt
07121/3259-50
rt@tagblatt.de

Tagblatt Anzeiger
07071/934-344
tagblatt-anzeiger@tagblatt.de

Wirtschaft im Profil
07071/934-166
wip@tagblatt.de


Oder nutzen Sie unser Kontaktformular