Zwölf Stellen für Tübingen

65 neue Professuren für den Südwesten

Von AXEL HABERMEHL

Die Universität Tübingen erhält zwölf Stellen für Nachwuchs-Wissenschaftler.

Berlin/Stuttgart. Baden-Württembergs Universitätslandschaft profitiert von einem Bund-Länder-Programm für Nachwuchs-Forscher. Wie Wissenschaftsministerin Theresia Bauer (Grüne) mitteilt, fördert der Bund 65 sogenannte Tenure-Track-Professuren an Südwest-Universitäten. Es seien – bundesweit einmalig – alle Anträge hiesiger Unis bewilligt worden.

In der ersten von zwei Bewerbungsrunden finanziert der Bund 1000 dieser neuartigen Karrierewege zur Professur, um sie flächendeckend zu etablieren. Die Unis Freiburg, Tübingen und Stuttgart bekommen je zwölf, Heidelberg elf, das Karlsruher Institut für Technologie neun, Konstanz sechs und Hohenheim drei. Bauer sprach von einem glänzenden Abschneiden.

Das Format Tenure-Track ist dem US-Hochschulsystem entlehnt und eine Alternative zum althergebrachten Berufungsverfahren auf eine Professur. Es ermöglicht jüngeren Wissenschaftlern, früh und planbar eine Professur zu bekommen. Der Tenure Track (deutsch etwa: „Weg zur Festanstellung“) bedeutet, dass ein Wissenschaftler die verlässliche Perspektive hat, durch gewisse Leistungen nach sechsjähriger Bewährungszeit eine lebenslange W-3-Professur zu bekommen. Deren Vergütung zahlt das Land. „Die Tenure-Track-Professur bietet die Chance, hochtalentierte, junge Forscherinnen und Forscher mit attraktiven Konditionen an die Hochschulen zu binden“, erklärte Ministerin Bauer. Axel Habermehl


Sie möchten diesen Artikel weiter nutzen? Dann beachten Sie bitte unsere Hinweise zur Lizenzierung von Artikeln.

(c) Alle Artikel und sonstigen Inhalte der Website sind urheberrechtlich geschützt. Eine Weiterverbreitung ist nur mit ausdrücklicher Genehmigung des Verlags Schwäbisches Tagblatt gestattet.


22.09.2017 - 07:45 Uhr