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50000 Euro für die Security
Seit Ende Mai ist auch die Security am Kirchentellinsfurter Baggersee im Einsatz und achtet darauf, dass Betretungs- und Aufenthaltsverbote am Südufer und auf dem Parkplatz eingehalten werden. Bild: Grohe
Kontrollen am Kirchentellinsfurter Baggersee

50 000 Euro für die Security

Der seit Ende Mai tätige Sicherheitsdienst soll vom Gemeinderat kommenden Donnerstag formal beauftragt werden.

23.06.2017
  • Manfred Hantke

In der Gemeinderatssitzung am kommenden Donnerstag, 29. Juni, geht es auch um die Beauftragung der Security am Baggersee. Wie es in der Sitzungsvorlage heißt, hat der Rat in nichtöffentlicher Sitzung am 27. April beschlossen, geltendes Recht am und um den See herum verschärft durchzusetzen. Dazu sollte auch ein Sicherheitsdienst beauftragt werden, der den Vollzugsbediensteten Alexander Leeb unterstützt. Das tut er seit dem 24. Mai.

Was das Gremium jedoch kommenden Donnerstag diskutieren und beschließen muss, ist die Beauftragung des Dienstes „Secom“ aus Ofterdingen. 50 000 Euro hat die Verwaltung dafür als außerplanmäßige Ausgabe vorgesehen. Sie rechnet zwar nur mit 20 000 bis 30 000 Euro, will aber „vorsichtigerweise“ noch etwas drauflegen.

Der Einsatz der Security hänge denn auch vom Wetter und der Akzeptanz durch die Besucher ab. Er soll sich auf dieses Jahr beschränken. Die Kosten sollen durch höhere Einnahmen aus Grundstücksverkäufen gedeckt werden. Die Verwaltung rechnet dabei mit 100 000 Euro nicht geplanter Mehreinnahmen.

Maßnahme zeigt Wirkung

In der Gemeinderatsvorlage begründet die Verwaltung die Beauftragung des Sicherheitsdienstes mit den Verkehrssicherungspflichten, auf die das Landratsamt mehrfach hingewiesen habe. Auch die bereits 1995 beschlossenen Schutzziele für das flächenhafte Naturdenkmal mit dem geschütztem Grünbestand am Südufer und das Betretungsverbot müssten eingehalten werden.

„Die Maßnahme zeigt schon deutliche Wirkung“, so die Vorlage für den Rat am Donnerstag. So seien in den Verbotszonen die Besucherzahlen „mindestens halbiert“ worden. Auch das Ende Mai beschlossene Aufenthaltsverbot am Parkplatz beim Nordufer könne durch die Schließung ab 22 Uhr eingehalten werden: der Bauhof hatte, wie berichtet, die Zufahrt zum Parkplatz am 7. Juni gesperrt, Autofahrer müssen seitdem die Ausfahrt als Einfahrt benutzen. Dort wird allabendlich um 22 Uhr eine neu installierte Schranke heruntergelassen.

„Sehr viele positive Rückmeldungen“ aus Kirchentellinsfurt und „von regulären Baggersee-Besuchern“ lägen vor, so die Verwaltung, seitdem Leeb und die Security das Betretungs- und Aufenthaltsverbot am Südufer und auf dem Parkplatz überwachen. Sie fühlten sich nun „als Familien oder Frauen“ sehr viel sicherer.

Auf die Situation am Parkplatz vor dem Nordufer geht die Vorlage nicht explizit ein. „Seit vielen Jahren“, heißt es dort weiter, werde der See auch von jenen besucht, „die nicht einfach nur dort baden“ wollten. Bei den Südufer-Besuchern handele es sich zum Teil um FKK-Bader, teilweise würden aber auch „sexuelle Handlungen vorgenommen“, die vom Nordufer aus gesehen wurden.

Im Verlauf der Jahre habe sich – auch in weiteren Schutzzonen – „ein etablierter Treffpunkt für entsprechende Handlungen“ entwickelt. Zahlreiche Dinge wie Kondome würden als „wilder Müll“ zurückgelassen. Das alles sei insbesondere Familien mit kleinen Kindern nicht zumutbar, so die Beschlussvorlage. Sie machten zunehmend einen großen Bogen um den See und mieden ihn. Weniger als fünf Prozent der Baggersee-Besucher seien aus Kirchentellinsfurt. Der See müsse aber für Kirchentellinsfurter und für Familien mit kleinen Kindern wieder attraktiver werden.

Der angeheuerte Sicherheitsdienst aus Ofterdingen sei der Verwaltung von Rottenburg und Mössingen empfohlen worden, schließt die Vorlage. Der sei bereits beim Christopher-Street-Day eingesetzt worden, habe daher eine „erhöhte Sensibilität im Hinblick auf sexuelle Orientierungen“ und erscheine besonders geeignet. Die Sitzung kommenden Donnerstag beginnt um 19 Uhr im Ratssaal. Weitere Themen: die Dachsanierung der Graf-Eberhard-Schule, der Pakt für Integration und ein Zuschuss an die evangelische Kirchengemeinde für die Martinskirche.

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23.06.2017, 01:00 Uhr
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