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Stuttgart

350 kleine Heilige aus der Provence Krippe von Gerhard Raff ist bis zum 2. Februar im Bethesda-Krankenhauses ausgestellt

Noch bis Anfang Februar präsentiert der Bestsellerautor und Mediziner Gerhard Raff im Foyer des Agaplesion Bethesda Krankenhauses Stuttgart in der Hohenheimer Straße 21 eine ganz besondere Krippe.

29.12.2012
  • von SEBASTIAN STEEGMÜLER

Stuttgart Sie besteht aus 350 Figuren, wurde auf Sand und Gestein aus Bethlehem und vom Vesuv gebaut und hat eine 50-jährige Geschichte.

Schon als junger Mann wurde Gerhard Raff bei einer Radtour durch die Provence auf "die kleinen Heiligen", so nennt er seine Krippefiguren aus Ton, aufmerksam. Die farbenfroh bemalten "Santons" stammen alle aus der Manufaktur von Marcel Carbonel. Im Verlauf von vielen Jahren und mehreren Reisen wuchs die Krippensammlung auf ihre heutige Größe an, in der es einige Besonderheiten zu entdecken gibt. Der Verkündigungsengel steht beispielsweise auf einem Pflasterstein aus der Stadt Fiorentino in Apulien, in der Kaiser Friedrich II. 1250 verstarb, und die durch ein Erdbeben später völlig zerstört wurde. Auch die Lavendelrispen haben eine außergewöhnliche Herkunft: Sie stammen von einem Strauch vom Grab des Künstlers Albert Camus.

Selbst Gestein aus Grechhio in Italien ist dabei, wo im Jahr 1223 der heilige Franziskus eine Krippe aus lebenden Menschen und Tieren dargestellt hat. Doktor Raff wollte mit der Krippe nicht nur die typischen Figuren widerspiegeln, sondern mit Handwerkern, Tanzenden und Bauern das ganze Leben abbilden. Zudem verfolgt er mit der Ausstellung im Bethesda Krankenhaus, dem er seit vielen Jahren verbunden ist, auch den Wunsch Gutes zu tun. Deshalb möchte er mit seiner Krippe, die täglich von 8 bis 20 Uhr kostenlos besichtigt werden, und den erhofften Spenden der Besucher den Förderverein "Menschen für Bethesda" unterstützen. Sie war bereits in ganz Deutschland ausgestellt - unter anderem im Kloster Lorch, im Hamburger Museum für Kunst und Gewerbe, beim Landshuter Krippenweg und im Ulmer Museum für Brotkultur. Mit den Spenden verwirklicht der Förderverein unter anderem Projekte zugunsten von Patienten und Mitarbeitern des Krankenhauses wie die Durchführung von Konzerten und Ausstellungen, Anschaffungen von Medientechnik für die Geriatrie sowie Bilder zur Verschönerung von Patientenzimmer.

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29.12.2012, 12:00 Uhr
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