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Piratenpartei und Linke dabei

170 Leute kommen zum Bildungspodium

Nun saßen sie doch nicht nur im Publikum, sondern auf dem Podium: Roman Kremer (Piratenpartei) und Bernhard Strasdeit (Linke). Das Kultusministerium wollte ihre Teilnahme bei einer von der SMV des Kepler-Gymnasiums initiierten Bildungsdiskussion eigentlich verhindern. Doch dann sprang die Stadt als Veranstalter ein.

27.01.2011
  • von kai/job

Tübingen. Was halten sie von G8? Wie stellen sie sich das Bildungssystem der Zukunft vor? Und wie halten sie es mit Studiengebühren? Das wollten Schüler des Kepler-Gymnasiums von den Landtagskandidaten von CDU, SPD, FDP, Grünen, Linken und der bei vielen Jugendlichen beliebten Piratenpartei wissen. Also luden sie die Parteienvertreter zu einem Podium ein.

Doch dann schaltete sich das Regierungspräsidium ein und verbot der Schülermitverwaltung, Kandidaten einzuladen, deren Parteien nicht im Landtag vertreten sind. Die rigide Auslegung einer nach Ministeriumsangaben 18 Jahre alten Regelung stieß nicht nur bei den Betroffenen, sondern auch bei Vertretern anderer Parteien auf Unverständnis.

Daraufhin schaltete sich Tübingens Oberbürgermeister Boris Palmer ein: Die Stadt Tübingen übernahm die Rolle des Veranstalters und übertrug die Moderation den ursprünglichen Organisatoren von der SMV. In einem Grußwort erklärte er seine Motivation: "Wenn unsere Demokratie gefährdet ist, dann nicht durch die Piratenpartei und die Linke auf einem Podium, sondern dadurch, dass sich zu wenige junge Leute für Politik interessieren."

Am Mittwochabend kamen dann insgesamt rund 170 Interessierte in die Mensa in der Uhlandstraße. Zunächst war die Bildung Nebensache: Nach der Vorstellung nahmen die Politiker auf der Bühne mehr oder minder pointiert Stellung zum Fall SMV-Podium. Kandidat Bernhard Strasdeit (Linke) kritisierte die Ausladungen als "Akt der Bevormundung der SMV". Ministerpräsident Stefan Mappus wolle die Linke unter fünf Prozent halten.

Die SPD-Landtagsabgeordnete Rita Haller-Haid sagte, sie habe sich an ihre eigene Schulzeit erinnert gefühlt und habe sich "richtig geärgert". Sie kündigte an, im Landtag nachzuhaken.

CDU-Zweitkandidatin Christine Jerabeck sagte, sie sehe den Sinn der Regelung ein, gab sich aber nichtsdestotrotz "etwas befremdet". Der Kandidat der Grünen, Daniel Lede Abal, fand das Vorgehen des Regierungspräsidiums "skurril". Es sei aber "leider bezeichnend für das Demokratieverständnis mancher Behörden".

Im Anschluss entwickelte sich eine rege Diskussion über den verkürzten Weg zum Abitur, die Ganztagesschule und Studienplatzprobleme für den Doppeljahrgang 2012 (einen ausführlichen Bericht gibt es in der Freitagsausgabe des SCHWÄBISCHEN TAGBLATTs).

170 Leute kommen zum Bildungspodium
Der Kandidat der Piratenpartei, Roman Kremer, betritt das von der SMV moderierte Podium in der Mensa Uhlandstraße. Der andere Ausgeladene, Bernhard Strasdeit (Linke, mit Schnauzer links in der 1. Reihe), sollte kurz darauf folgen.

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