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Straßenfußball, Safari, Slums

Live-Schaltung nach Südafrika zu Mustafa Imdat von „Kick for more“

Es dauerte ein bisschen, aber dann stand sie, die Skype-Verbindung nach Johannesburg: „Hallo Südafrika, hallo Musti“, riefen die versammelten Schüler/innen in der Aula der Bästenhardtschule als Begrüßung auf Kommando.

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Amancay Kappeller
Direkt aus Durban: Mustafa Imdat (hinten auf der Leinwand) erzählte seinen Bästerhardter ... Direkt aus Durban: Mustafa Imdat (hinten auf der Leinwand) erzählte seinen Bästerhardter Mitschülern gestern morgen, was er bei der „Streetsoccer“-WM in Südafrika bisher erlebt hat. Bild: Rippmann

Bästenhardt / Johannesburg. „Hier ist es einfach super, einmalig, alle sind total nett und herzlich“, freute sich der 17-jährige Bästenhardter, der vor zwei Wochen als Torwart der deutschen „Straßenfußball-Nationalmannschaft“ für „Kick for more“ nach Südafrika geflogen ist. Die Stimmung beim „Football for Hope“-Festival sei toll, trotz mäßigen sportlichen Abschneidens; Freunde aus aller Welt habe er auch schon gefunden, so Imdat. „Die Verständigung ist auch kein Problem – Englisch und Zeichensprache.“

Beim WM-Spiel Paraguay gegen Spanien waren die Straßenfußballer im Ellis-Park-Stadion in Johannesburg. „Es war genial. Die Vuvuzelas sind live gar nicht so schlimm“, sagen Imdat und Timm Geiger, Projektbetreuer aus Tübingen. „Was habt Ihr sonst noch erlebt?“ fragte Bästenhardt-Schüler Valon Selmani, 15. „Wir waren auf einer Art Safari, außerdem waren wir in der Hauptstadt Pretoria und in den Slums“, zählten Imdat und Geiger auf.

Es sei aber schwierig, überhaupt aus dem College, in dem die Straßenfußballer untergebracht sind, herauszukommen, fügte Geiger hinzu: „Die Sicherheitsvorkehrungen sind sehr streng. Wenn wir zum Festival gefahren werden, haben die Busse immer Polizeischutz.“ Positiv überrascht zeigten sich Imdat und Geiger von der freundlichen und offenen Art der Südafrikaner – „auch in den Slums“. Bedrückend sei hingegen die extreme Armut. Imdat: „Viele Kinder haben Hunger, sind dreckig, können nicht in die Schule gehen. Auf der Straße spielen sie mit selbstgemachten Bällen, das ist traurig.“

10.07.2010 - 08:30 Uhr

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