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Konkurrenz zieht Rottenburg davon

Volleyball: TVR hat beim 0:3 viel Pech in Satz eins

Volleyball-Erstligist EnBW TV Rottenburg ist gestern Abend bei Meister VfB Friedrichshafen dicht vor dem Gewinn des ersten Satzes gestanden – am Ende setzte sich der Rekord-Titelträger vom Bodensee aber wie erwartet durch mit 3:0 (27:25, 25:16, 25:16).

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Thomas De Marco
Nichts zu machen: Auch im sechsten Auswärtsspiel in Serie hat Volleyball-Erstligist TV Rottenburg ... Nichts zu machen: Auch im sechsten Auswärtsspiel in Serie hat Volleyball-Erstligist TV Rottenburg gestern Abend keinen Satz gewonnen und mit 0:3 beim VfB Friedrichshafen verloren.Bild: Ulmer

Friedrichshafen. Im ersten Satz hätten die Rottenburger vor 1200 Zuschauern in der ZF-Arena den großen Favoriten fast überrascht: Über 10:10 und 18:19 blieben sie immer am Meister dran – und hatten beim 24:22 auf einmal zwei Satzbälle. Doch dann schien sich mal wieder alles gegen den TVR verschworen zu haben: Mittelblocker Thomas Ranner verletzte sich am Knie und konnte nicht mehr weiterspielen. Dann wurde erst Dirk Mehlberg eine umstrittene Doppelberührung beim zweiten Satzball abgepfiffen, danach beim 25:26 eine unsaubere Abwehr – und Rottenburg hatte diesen Durchgang doch noch mit 25:27 verloren.

„Das war schon bitter, das kann man einfach nicht machen. Das haben mir viele in Friedrichshafen bestätigt“, haderte Rottenburgs Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger mit diesen Entscheidungen. „Der erste Satzgewinn für uns in Friedrichshafen überhaupt wäre verdient gewesen.“

Obwohl die beiden anderen Sätze dann klar an Friedrichshafen gingen, sahen der Trainer wie auch Manager Jörg Papenheim die Rottenburger weiter auf dem Weg der Besserung: Die Mannschaft habe wie verlangt den zweiten Schritt aus der Krise gemacht, erklärte Müller-Angstenberger. „Insgesamt war das ein gutes Spiel von unserer Mannschaft. Der VfB musste am Anfang richtig kämpfen. Aber Friedrichshafen schlug deutlich stärker und konstanter auf“, sagte Papenheim. So gelangen dem Meister sieben Aufschlag-Asse, vor allem Marcus Böhme und Oliver Venno setzten den Rottenburgern mit ihren Aufschlägen gewaltig zu.

Beim TV Rottenburg waren Libero Marvin Klass und Außenangreifer René Bahlburg (sechs Punkte), der zum wertvollsten Spieler beim TVR gewählt wurde, die Auffälligsten. Falko Steinke war mit sieben Punkten erfolgreichster Angreifer.

Beim Meister holte sich Zuspieler Nikola Jovovic ein Sonderlob von seinem Trainer Stelian Moculescu ab: „Ich bin mit Nikola sehr zufrieden. Zwar haben ihn seine Angreifer im ersten Satz im Stich gelassen, doch er hat sich nicht entmutigen lassen und in den Sätzen zwei und drei alle gut in Szene gesetzt.“ Rottenburgs Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger zeichnete Jovovic denn auch als wichtigsten Friedrichshafener aus.

„Die großen Brocken haben wir jetzt weg. Wenn wir das zeigen, was wir gegen die Spitzenteams phasenweise gebracht haben, und konstanter werden, müsste in den nächsten Spielen etwas drin sein“, sagte Papenheim. Allerdings ist der Tabellenvorletzte TVR gestern wieder ein Stück weit abgehängt worden, da die Konkurrenz gegen ihn spielte: Düren siegte in Königs Wusterhausen, Gotha gewann gegen CV Mitteldeutschland. Der Rückstand auf die Playoff-Plätze beträgt vier Punkte. „Wir müssen jetzt auf jeden Fall im Heimspiel am Samstag Königs Wusterhausen schlagen“, fordert Papenheim.

Zunächst einmal müsse sein Team gut spielen, bremst Müller-Angstenberger die Erwartungen, „dann sehen wir, was rauskommt.“ Zumal er befürchten muss, dass Mittelblocker Ranner ausfällt. Eine Diagnose soll heute Aufschluss über die Verletzung geben.

EnBW TV Rottenburg: Mehlberg, Neumeister, Michel, Cipowicz, Klass, Chowanski, Isaak, Steinke, Sliti, Pielmeier, Bahlburg, Belizer, Ranner.

Rottenburger Fasnets-Spezialfahrt nach Bühl
Das Ende der Rottenburger Auswärtsmisere war gestern bei Meister VfB Friedrichshafen nun wirklich nicht zu erwarten. Aber vielleicht klappt es ja nach sechs Niederlagen in Serie ohne einen einzigen Satzgewinn am 17. Februar in Bühl. Hart umkämpft und knapp war dieses baden-württembergische Derby schließlich zuletzt in den meisten Fällen. An Unterstützung soll es den Rottenburger Spielern in Bühl nicht fehlen: Der Fanclub des TVR bietet deshalb eine Fahrt an, zu der noch Plätze frei sind. Da die TVR-Anhänger diese Fahrt als Fasnets-Spezialaktion anbieten, wünschen sie sich von allen Mitreisenden, dass diese verkleidet in den Bus einsteigen. Anmeldungen nimmt der Fanclub-Vorsitzende Axel Schunack per E-Mail unter der Internet-Adresse tvr-fanclub@gmx.de.


25.01.2012 - 23:31 Uhr | geändert: 25.01.2012 - 23:42 Uhr

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