Der TV Rottenburg hat das Duell um Platz vier verloren. Im Volleyball-Bundesligaspiel zogen die Bischofstädter am Mittwochabend in der Tübinger Paul-Horn-Arena gegen den SSC Berlin mit 1:3 den Kürzeren (17:25; 25:22; 19:25; 19:25).
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Manfred Hantke
So gar nicht richtig zufrieden war TVR-Coach Hans-Peter Müller-Angstenberger mit seinen Erstliga-Volleyballern am Mittwochabend. Gegen den SSC Berlin setzte es eine 1:3-Niederlage.Metz
Der Vorverkauf lief gut. Rund 2.000 Zuschauer sahen die Spitzenbegegnung der Volleyball-Bundesliga in der Tübinger Paul-Horn-Arena. Beide Mannschaften spielten um Platz vier. Vor dem Duell standen die Berliner mit zwei Punkten Rückstand hinter den Rottenburgern auf dem fünften Platz.
Im Hinspiel am 10. Oktober vergangenen Jahres landete der TV Rottenburg in Berlin einen 3:2-Überraschungssieg. Die Berliner Revanche war also angesagt. Und selbstbewusst spielten sie auf. Dass die Hauptstädter mit den Bischofstädtern liebend gerne die Plätze tauschen würden, war von Beginn an klar. Bis zum Stand von 11:11 war der erste Satz zwar ausgeglichen. Dann aber zogen die Berliner auf und davon. Der TVR zeigte Schwächen in der Annahme und beim Block. Recht deutlich verlor er den Satz mit 17:25.
Ähnlich der zweite Satz - nur mit umgekehrtem Vorzeichen. Der TVR wollte sich doch nicht geschlagen geben und spielte munter mit. Angriffslustiger und sicherer trat er auf. Vom 14:14 an erschmetterten sich die Rottenburger ein leichtes Übergewicht und kämpften sich zum 25:22 durch.
Nach der Pause sahen die Zuschauer jedoch stark aufspielende Berliner. Sie machten ordentlich Druck, hielten das TVR-Team auf Distanz und führten stets mit zwei, drei Punkten. Lediglich einmal ließ der SSC einen Ausgleich (17:17) zu, um dann aber umso weiter davonzuziehen. Mit 19:25 ging der dritte Satz für den TVR verloren.
Dem SSC hatte der TVR im vierten Satz nicht mehr allzuviel entgegenzusetzen. Eine kleine Chance witterten die Zuschauer, als das Rottenburger Team bei einem 11:16-Rückstand drei Punkte hintereinander machte. Den Schwung konnte der TVR aber nicht mitnehmen, Berlin zog sein Spiel durch und bald war der Fünf-Punkte-Vorsprung wieder hergestellt. Insbesondere die starken Berliner Salvador Hidalgo Oliva und Sebastian Fuchs machten es dem TVR recht schwer. Am Ende ging auch der vierte Satz für Rottenburg mit 19:25 verloren. Frustriert schlich sich das Team aus der Halle.
"Wir können’s besser", sagte TVR-Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger nach dem Spiel. "Wir haben heute schlecht angenommen und auch die anderen Bereiche waren nicht optimal", so der Coach. Damit müsse man Tribut dafür zollen, dass es lange Zeit sehr gut lief für den EnBW TV Rottenburg. Doch der Trainer blickt schon wieder optimistisch nach vorne: "Wir holen über das spielfreie Wochenende neue Luft und greifen wieder an."
Das können sie am 30. Januar. Denn da spielt der TVR in der Paul-Horn-Arena um 20 Uhr gegen Friedrichshafen. Die Berliner stehen jetzt jedenfalls auf dem vierten Platz, punktgleich mit den Rottenburgern, die das schlechtere Satzverhältnis haben.