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Keine Trainerdiskussion

Rottenburg arbeitet Pleite beim CV Mitteldeutschland auf

Manager Jörg Papenheim von Volleyball-Erstligist EnBW TV Rottenburg kündigt an, dass der Druck auf die TVR-Spieler steigen wird. „Wir sind nicht einverstanden damit, wie sich das Team beim 0:3 gegen Mitteldeutschland präsentiert hat“, sagte er gestern.

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Thomas de Marco
Manager Jörg Papenheim von Volleyball-Erstligist TV Rottenburg hat derzeit wenig zu lachen. ... Manager Jörg Papenheim von Volleyball-Erstligist TV Rottenburg hat derzeit wenig zu lachen. Archivbild: Metz

Rottenburg. Statt zu den Auswärtsspielen anzureisen, könnte Rottenburg künftig die Punkte auch per Post verschicken: Von sechs Auftritten in fremden Hallen bisher hat der TVR nur das erste in Gotha mit 3:2 gewonnen – alle anderen gingen 0:3 verloren. In den vergangenen vier Auswärtsspielen haben es die Rottenburger sogar nur in einem einzigen Satz auf 20 Punkte geschafft.

„Die Playoff-Runde ist zwar noch nicht unerreichbar entfernt, aber so schaffen wir es nicht“, sagt Papenheim ernüchtert nach der Pleite in der Jahrhunderthalle von Spergau. „Diese Niederlage schmerzt und wirft uns zurück.“

Fehlgriffe bei der Personalplanung sieht der Manager nicht: „Ich bin der Meinung, dass wir ein gutes Team haben, das aber sein Potenzial zu selten aufs Feld bringt und statt dessen die Chancen auf dem Boden liegen lässt“, sagt Papenheim. Das liege vor allem an der Einstellung der Spieler in den entscheidenden Phasen. Wie und was trainiert werde, sei in Ordnung. Deshalb werde es jetzt keine Trainerdiskussion beim TV Rottenburg geben, „ich werde das zusammen mit Hans Peter Müller-Angstenberger und dem Trainerstab lösen.“ Erste Maßnahme: Sämtliche trainingsfreien Tage sind gestrichen.

Die Krise der Mannschaft, die auf den vorletzten Tabellenplatz abgerutscht ist, kommt allerdings zu einem ungünstigen Zeitpunkt – während der Planung der kommenden Saison. „Selbstverständlich würden uns da spektakuläre Siege und Platz fünf helfen. Aber so ist es eben nun mal im Sport“, sagt der TVR-Manager. Für die Verhandlungen mit Namenssponsor EnBW über eine Verlängerung des zum Saisonende auslaufenden Vertrags befürchtet er keine negativen Auswirkungen. „Wir haben keine Vorgaben von EnBW bezüglich Platzierung. Da geht es um unser Konzept und den Verein.“ Papenheim geht davon aus, dass die Rottenburger gut im Rennen seien für eine Vertragsverlängerung.

Ulrich Schröder, Pressesprecher der EnBW, bestätigt, dass sein Unternehmen mit dem TVR derzeit verhandle. Der Ausstieg bei Basketball-Erstligist Ludwigsburg bedeute keine komplette Abkehr vom Sportsponsoring. „Jedes Engagement steht für sich und läuft partnerschaftlich mit den Vereinen ab.“

17.01.2012 - 07:30 Uhr | geändert: 17.01.2012 - 08:03 Uhr

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