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Volleyball Erstligist TV Rottenburg festigt Rang drei

3:0-Sieg über Aufsteiger Bottrop

Riesenjubel bei Volleyball-Erstligist EnBW TV Rottenburg: Durch den 3:0-Sieg (25:18, 28:26, 25:21) über Aufsteiger RWE Volleys Bottrop hat sich der TVR in der Spitzengruppe festgesetzt – und muss sich nun neue Ziele setzen.

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thomas de marco

Tübingen. Dieser Matchball vor 2300 Zuschauern war der passende Schlusspunkt beim letzten Heimspiel der Rottenburger in diesem Jahr: TVR-Kapitän Matthias Pompe nimmt bei seiner Angabe Maß und drischt Aufsteiger Bottrop ein Ass zum 25:21 ins Feld. Die Halle tobt, die Rottenburger tanzen übers Spielfeld – und müssen sich nun Gedanken machen über die neue Zielsetzung für den Rest der Runde.

Acht Siege hatte sich das Team für diese Saison vorgenommen – dieses Plansoll ist bereits einen Spieltag vor Ende der Hinrunde erreicht. „Wenn ich bedenke, dass die Mannschaft vor der Saison total umgekrempelt worden ist, sechs neue Spieler und eine andere Hierarchie bekommen hat, dann staune ich immer noch über das, was wir geschafft haben“, freute sich TVR-Trainer Hans Peter Müller-Angstenberger, der beim Jubel über den Sieg nach dem Hechtsprung Richtung Tribüne noch eine Rolle rückwärts drangehängt hatte.

Das neue Ziel werde aber erst nach dem Pokalspiel am Mittwoch bei Titelverteidiger Generali Haching definiert, da ist er sich mit Manager Jörg Papenheim einig. „Das muss die Mannschaft ausdiskutieren“, sagte Papenheim, „ein Platz unter den Top-Vier der Liga wäre super, aber Düren und Berlin werden was dagegen haben.“ Einen Absturz des TVR im neuen Jahr befürchtet er nicht – „auch wenn es vielleicht nicht so weitergehen kann“.

Pompes Antwort auf die Frage nach dem neuen Saisonziel kam spontan: „Den neunten Sieg holen! Aber im Ernst, nach der Normalrunde wäre ich gerne Fünfter mit Rottenburg. Das ist zwar optimistisch, aber auch erreichbar.“ Zumal der TVR sehr gut eingespielt sei. „Hier weiß jeder, wie der andere reagiert – und meistens haben wir noch einen Plan B“, sagte Pompe.

Für Bottrop war das jedenfalls eindeutig zu viel. Symptomatisch für die Vorstellung des Aufsteigers war die Szene im zweiten Satz, die zum 5:5 führte: Jan Romund schlug glatt an einem Ball vorbei. An Bottrops Außenagreifer war Rottenburg vor der Saison interessiert gewesen – „heute hat er dem Druck aber nicht standgehalten“, sagte Müller-Angstenberger. Nur in Satz zwei lieferte der Aufsteiger dem TVR einen harten Kampf – den Rottenburg aber nervenstark für sich entschied.

Bottrop, das vor der Saison kräftig investiert hatte, sei das Gegenmodell zu den Rottenburgern, was die Personalpolitik betrifft, erklärte der TVR-Trainer. Ihm täten die Augen weh, wenn er sehe, wie viel Geld vermeintliche Stars anderswo verdienen, sagte Müller-Angstenberger weiter – und fragte sich laut, wann sich mal beim TVR ein Sponsor einfinde, der das Konzept des Vereins entsprechend honoriere. „Denn es besteht die Gefahr, dass uns die Spieler, die sich hier so gut entwickeln, weggekauft werden, weil wir finanziell nicht mithalten können“, warnte Müller-Angstenberger. So ein Geldgeber dürfe allerdings eines auf jeden Fall nicht fordern: einen teuren Star für diese Mannschaft.

28.12.2009 - 08:30 Uhr

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