Drei schwere Verletzungen von Verteidigern überschatteten den Rückrundenauftakt der Fußball-Bundesliga. Der Bremer Sebastian Prödl, der Schalker Nationalspieler Benedikt Höwedes und Bayern-Profi Daniel van Buyten fallen wochenlang aus.
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DPA/SID/EB
Kaiserslautern Den größten Wirbel verursachte Prödls Verletzung beim 0:0 der Bremer am Samstag Abend in Kaiserslautern. In der 23. Minute hatte der Bremer Markus Rosenberg mit einem Kopfball den Pfosten getroffen. Beim Versuch, den Abpraller zu verwerten, wurde Prödl vom Lauterer Stürmer Dorge Kouemaha mit voller Wucht am Kopf getroffen. Die Folgen waren ein Nasenbein-, ein Oberkieferbruch und eine Gehirnerschütterung. "Im ganzen Stadion haben nur drei Leute das Foul nicht gesehen - und die, die am Bierstand waren", war Werder-Geschäftsführer Klaus Allofs sauer auf Schiedsrichter Robert Hartmann und dessen Gespann.
In die Kategorie Unglücksfall fiel Höwedes Jochbeinbruch. Er war beim Schalker 3:1-Sieg gegen den VfB Stuttgart mit seinem eigenen Mitspieler Marco Hörger zusammengeprallt. Die Diagnose: Jochbeinbruch. Höwedes wurde ersetzt durch Christoph Metzelder.
Schwere Gesichtsverletzungen hatten sich in dieser Saison bereits Michael Ballack (Leverkusen), Klaas-Jan Huntelaar (Schalke 04), Neven Subotic und Sven Bender (beide Dortmund) zugezogen.
Operiert wurde auch Bayern-Verteidiger van Buyten, der sich bei der 1:3-Niederlage in Mönchengladbach einen Mittelfußbruch im linken Fuß zugezogen hatte. Er wird sechs bis acht Wochen ausfallen.
Zumindest die Bremer und die Schalker denken angesichts der längerfristigen Ausfälle in der Abwehr über weitere Winter-Transfers nach - zumal bei Werder mit Andreas Wolf ein weiterer Innenverteidiger vor dem Absprung zum AS Monaco steht und bei Schalke Jermaine Jones wegen einer Sperre noch lange fehlt. Der FC Bayern sieht keinen Handlungsbedarf.