Neues Jahr, altes Leid: Der VfB Stuttgart gibt weiter Rätsel auf. In der Form vom 1:3 auf Schalke ist in der Bundesliga kein Blumentopf zu gewinnen.
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SID/DPA/EB
Trainer Bruno Labbadia überraschte mit seiner Analyse.
Gelsenkirchen Schwäbische Irritationen im Ruhrpott. Nicht nur die Mannschaft des VfB Stuttgart wirkte beim 1:3 auf Schalke ratlos - sondern auch der Trainer. Sein Team habe "die Spielkontrolle gehabt", befand Bruno Labbadia nach der chancenlosen Vorstellung beim Spitzenklub - und erntete dafür überraschte Blicke.
Erst nach dem 0:2-Rückstand hatte der VfB mehr vom Geschehen, als die "Königsblauen" sich aufs Kontern versteiften. Viele dieser Gegenstöße blieben ungenutzt, vor allem durch den sonst so treffsicheren Klaas-Jan Huntelaar. Die Stuttgarter waren also noch gut bedient mit dem Resultat.
Und das muss bedenklich stimmen nach dem fünften sieglosen Spiel in Serie. Bruno Labbadia musste zwar - wie sein Schalker Kollege Huub Stevens auch - diverse Akteure ersetzen, aber das war nur ein Teil der Erklärung. Kritiker des Trainers verweisen darauf, dass Labbadia bei seinen früheren Stationen Bayer Leverkusen und Hamburger SV in der zweiten Saison stets auf dem absteigenden Ast war.
Unter anderem durch Nachschlag soll das leblose Kicker-Personal auf Vordermann gebracht werden. Aber die Verhandlungen stocken. Etwa mit dem VfL Wolfsburg über Srdan Lakic. Deshalb muss Sportdirektor Fredi Bobic notgedrungen Alternativen prüfen.
Andere, auf die der VfB in Zukunft nicht mehr bauen will (Pavel Pogrebnyak, Stefano Celozzi) konnten auf Schalke keine Pluspunkte sammeln - wenn sie es denn überhaupt noch wollten. Cacau, jetzt nicht mehr im Mannschaftsrat erwünscht, wirkte auch nicht bis in die Haarspitzen motiviert.
Labbadia muss seinem Kader schnellstens Leben und eine andere Körpersprache einhauchen. Vielleicht reicht schon der Name des nächsten Gegners dafür - mit Borussia Mönchengladbach kommt am Sonntag ein Gast, für den Lethargie ein Fremdwort ist.