Drei Basketball-Bundesligisten, zwei Welten: Während Ulm weiter oben mitmischt, sammeln Tübingen und Ludwigsburg Punkte gegen den Abstieg.
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Ulm Es war der Spieltag der schwäbischen Klubs in der Basketball-Bundesliga. Ratiopharm Ulm feierte mit einem 76:70-Erfolg in Gießen den 17. Saisonsieg, die ENBW Ludwigsburg setzte sich unerwartet deutlich mit 82:57 gegen Frankfurt durch. Da wollten auch die Tigers aus Tübingen nicht ausscheren und düpierten Bayreuth in der Oberfrankenhalle mit einem ebenso souveränen 79:57-Triumph.
Das war es jedoch schon mit den Gemeinsamkeiten des Schwaben-Trios. Die Ulmer schwimmen weiter auf einer Erfolgswelle, die partout nicht enden will. Selbst der Ausfall von Dane Watts, der sich eine Sprunggelenksverletzung zugezogen hat, hinderte die Mannschaft von Trainer Thorsten Leibenath nicht, die Sporthalle Gießen-Ost zu erobern. Vor allem Center John Bryant war in der ersten Halbzeit nicht zu halten und erzielte alleine 15 Punkte. Mit einem 9:0-Lauf gegen Ende des dritten Viertels entschied der Tabellenzweite die Partie und tankte nochmals Selbstvertrauen vor dem Pokalviertelfinale zu Hause gegen Oldenburg am kommenden Mittwoch und dem Spitzenspiel gegen den Tabellenführer Bamberg am kommenden Samstag (20.05 Uhr/live bei Sport 1) in der mit 6000 Zuschauern bereits ausverkauften Ratiopharm-Arena.
Tübingen und Ludwigsburg haben da ganz andere Probleme. Abstiegsangst ist das Thema, das am kommenden Wochenende nochmals verschärft diskutiert werden wird, wenn beide Klubs am Samstag in Tübingen aufeinander treffen. Die Ludwigsburger werden dabei voraussichtlich ohne Donatas Zavackas zum Nachbarn fahren. Der 31-Jährige, ein Leistungsträger in der Mannschaft von Coach Steven Key, will den Klub Richtung Eurocup-Teilnehmer VEF Riga verlassen. Die Ludwigburger haben sich bereits auf die Suche nach Ersatz begeben. Bis Ende des Monats sind noch Verpflichtungen möglich. Das war wohl keine leichte Entscheidung für den Klub, der mittlerweile auf dem vorletzten Platz gelandet ist und auch wegen des angekündigten Ausstiegs des Trikotsponsors vor einer ungewissen Zukunft steht.
Aufsteiger Bayern München ließ dem Schlusslicht BG Göttingen beim 101:78 keine Chance und verbuchte im Kampf um ein Play-off-Ticket einen Pflichtsieg. Die Niedersachsen, mit bisher zwei Saisonsiegen, befinden sich auf Abschiedstour durch die BBL-Arenen.