Tennis: Roger Federer lässt sich bei US Open selbst von Sturmböen nicht ausbremsen
Über den Tennis-Court fegten Sturmböen, darauf aber wirbelte ein Hurrikan: Roger Federer ließ im Viertelfinale der US Open Robin Söderling keine Chance, zog in New York souverän ins Halbfinale ein.
Anzeige
Schweizer Durchschlagskraft: Roger Federer zeigt sich bei den US Open in bestechender Form und marschierte ohne große Mühe ins Halbfinale. Foto: dapd
New York Roger Federer marschiert bei den US Open in beeindruckender Form auf seinen sechsten Titel zu. Unter windigen Bedingungen ließ der Schweizer im Viertelfinale in New York Robin Söderling aus Schweden nicht den Hauch einer Chance. Federer fertigte den Weltranglisten-Fünften in nicht einmal ganz zwei Stunden mit 6:4, 6:4, 7:5 ab und revanchierte sich zugleich für die Viersatz-Niederlage im Viertelfinale der French Open.
"Es waren schwere Bedingungen, aber es hat Spaß gemacht", sagte Federer nach seinem fünften Dreisatz-Sieg in diesem Turnier. "Roger ist einfach ein verdammt guter Windspieler. Er bewegt sich gut und war fast immer am richigen Platz", lobte ihn denn auch Söderling. Federer beeindruckte erneut mit erstaunlicher Effektivität. So reichte ihm im ersten Durchgang ein Breakball zum Satzgewinn. Im Schluss-Abschnitt behielt der fünfmalige Champion von Flushing Meadows selbst bei einem 3:5-Rückstand die Nerven, nahm Söderling anschließend zweimal das Service ab und gewann. Im Halbfinale steht Federer morgen Novak Djokovic gegenüber. Der Weltranglisten-Dritte aus Serbien hatte mit Gael Monfils aus Frankreich wenig Mühe und gewann 7:6 (7:2), 6:1, 6:2. Federer und Djokovic treffen zum vierten Mal in New York aufeinander, alle bisherigen Duelle, inklusive des Endspiels 2007, gewann der Schweizer.
Auch Caroline Wozniacki erreichte bei der mit einem Rekord-Preisgeld von 22,6 Millionen Dollar dotierten Hartplatz-Veranstaltung die Vorschlussrunde. Die topgesetzte Dänin besiegte Dominika Cibulkova aus der Slowakei mit 6:2, 7:5 und wurde damit ihrer Favoritenrolle souverän gerecht. "Es fühlte sich an wie bei einem Hurrikan, aber die Bedingungen sind für beide Spielerinnen gleich", sagte Wozniacki zu den starken Böen in New York, die das Spiel erschwerten.
Auf dem Weg zum erneuten Finaleinzug kann sie nur noch von Wera Swonarewa gestoppt werden. Die Russin bezwang Kaia Kanepi aus Estland mit 6:3, 7:5. Zuvor hatte Swonarewa mit Andrea Petkovic aus Darmstadt im Achtelfinale bereits die letzte Deutsche aus dem Turnier geworfen. Knapp zwei Monate nach ihrer Endspiel-Teilnahme in Wimbledon steht die Nummer acht der Weltrangliste nun erstmals im Halbfinale von Flushing Meadows. dpa/sid