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Federer gegen Nadal

Tennis-Klassiker elektrisiert die Australier

Die ersten vier der Tennis-Welt sind im Halbfinale von Melbourne unter sich. Der ewig junge Klassiker Rafael Nadal gegen Roger Federer erlebt heute beim ersten Grand-Slam-Turnier 2012 eine Neuauflage.

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DPA/SID
Artikelbild: Tennis-Klassiker elektrisiert die Australier Das Aufeinandertreffen von Roger Federer (links) und Rafael Nadal verspricht immer Spannung. Foto: afp, dpa

Melbourne Der Halbfinalkracher zwischen Roger Federer und Rafael Nadal macht aus dem "Australia Day" auch noch einen Tennis-Festtag. Wenn die beiden Dauerrivalen heute (9.30 Uhr/Eurosport) um den Finaleinzug des Turniers von Melbourne kämpfen, unterbrechen die tennisverrückten Australier sogar die Partys zum Nationalfeiertag.

Auf dem Federation Square im Herzen Melbournes werden tausende Fans aus aller Welt das Duell auf einer riesigen Video-Leinwand verfolgen, die Pubs in der Metropole am Yarra River freuen sich auf Rekord-Umsätze wie beim populären Aussie Rules.

"Spiele zwischen uns werden immer etwas Besonderes sein, auch wenn wir als Nummer 20 und 25 aufeinandertreffen", sagt Nadal. Rekord-Grand-Slam-Sieger Federer hat 16 Major-Siege auf dem Konto, Nadal zehn. Federer ist derzeit die Nummer drei der Welt, Nadal ist Zweiter der Bestenliste.

26 Mal spielten die beiden Ausnahmespieler bislang gegeneinander, 17 Mal hieß der Sieger Nadal. Allein neun Duelle zwischen den beiden Superstars gab es bei Grand-Slam-Turnieren - auch hier hat der Mallorquiner mit 7:2 die Nase vorn. Unvergessen ist auch das Australian-Open-Finale von 2009, das Nadal in fünf dramatischen Sätzen für sich entschied. Federer, der am Dienstag das 1000. Spiel seiner Karriere bestritt, ist in diesem Jahr in Melbourne noch ohne Satzverlust.

Mit dem WM-Titel in London schloss Federer das Jahr 2011 aus seiner Sicht doch noch versöhnlich ab, dennoch wartet er seit den Australian Open 2010 auf einen Grand-Slam-Sieg - für einen Perfektionisten wie ihn eine ewig lange Zeit.

Bei aller Rivalität auf dem Court gehen Federer und Nadal sehr respektvoll miteinander um. Der kleine Disput zu Beginn des Turniers, als Nadal dem Vorsitzenden der Spielergewerkschaft vorgeworfen hatte, mehr auf sein Image als auf die Interessen der Spieler zu achten, ist längst vergessen. "Das war hier ein Tag ein Thema, länger nicht", sagte Federer. "Und das war auch gut so."

Das andere Halbfinale bestreiten am Freitag Novak Djokovic und Andy Murray. Der Serbe Djokovic bezwang trotz leichter Oberschenkelprobleme den Spanier David Ferrer mit 6:4, 7:6 (7:4), 6:1, der Schotte Murray deklassierte den Japaner Kei Nishikori mit 6:3, 6:3, 6:1.

Djokovic demonstrierte im Viertelfinale einmal mehr, warum er derzeit der unangefochtene Branchenprimus ist. Trotz der Blessur bekämpfte der 24-Jährige den iberischen Dauerrenner Ferrer fast drei Stunden lang und steht zum fünften Mal nacheinander im Halbfinale eines Grand Slams. Schon der erste Satz dauerte 58 Minuten, im zweiten Durchgang droschen Djokovic und Ferrer sogar 76 Minuten lang den Ball übers Netz.

Bei den Frauen fand die Russin Maria Scharapowa zurück zu alter Stärke. Die frühere Nummer eins besiegte ihre Kollegin Jekaterina Makarowa klar mit 6:2, 6:3. Ihr Traum vom zweiten Australian-Open-Titel nach 2008 lebt weiter. Ebenfalls die Vorschlussrunde erreichte Petra Kvitova. Die Tschechin bezwang die ungesetzte Italienerin Sara Errani mit 6:4, 6:4.

26.01.2012 - 08:30 Uhr

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