09.03.2010 Drucken Empfehlen
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DFB

Roth vor Rücktritt, Amerell legt nach: Schadenersatz

Schiedsrichter-Boss Volker Roth zieht offenbar persönliche Konsequenzen aus dem "Fall Amerell". Nach Informationen des "Express" will Roth noch vor der DFB-Präsidiumssitzung am Freitag zurücktreten.

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Frankfurt Eigentlich sollte der Unternehmer aus Salzgitter erst beim DFB-Bundestag im Oktober in Essen nach 15 Jahren abgelöst und von Herbert Fandel beerbt werden.

Der ehemalige Schiedsrichter Franz-Xaver Wack hatte erklärt, Roth habe seit mindestens fünf Jahren von den Vorgängen um den früheren Schiedsrichter-Sprecher Manfred Amerell gewusst, weil er selbst Hinweise geliefert habe. Diese Aussage hatte Roth zurückgewiesen und Wack mit einer Klage gedroht.

Derweil hat Amerell über seinen Anwalt Jürgen Langer für diese Woche strafrechtliche Schritte gegen den kaltgestellten Michael Kempter und drei weitere Schiedsrichter angekündigt, die ihm sexuelle Belästigung vorwerfen. Demnach will Amerell nicht nur Kempter wegen angeblicher Verleumdung und Rufschädigung zivilrechtlich auf Schadenersatz in unbestimmter Höhe verklagen, sondern auch Strafanzeige gegen alle vier Personen stellen. Im Gegenzug wird mindestens ein bislang anonymer Schiedsrichter Anzeige gegen Amerell wegen sexueller Belästigung und Nötigung stellen.

Kempter wird unterdessen in näherer Zukunft keine internationalen Spiele leiten, wie ein Sprecher des Weltverbandes Fifa betonte. sid.

09.03.2010 - 08:30 Uhr
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