Philipp Petzschner und Julia Görges sind in der zweiten Runde bei den US Open
Julia Görges hat als dritter deutscher Tennisprofi die zweite Runde der US Open in New York erreicht. Rainer Schüttler ist dagegen wieder raus.
Anzeige
Philipp Petzschner steht in der zweiten Runde der US Open. Foto: dpa
New York In der Hitze von New York hat das Duo Philipp Petzschner und Julia Görges kühlen Kopf bewahrt - und Rainer Schüttler die Nerven verloren. Während Wimbledon-Doppelsieger Petzschner und Fed-Cup-Spielerin Görges im Schnelldurchgang die zweite Runde der US Open erreichten, durchlebte der 34-jährige Schüttler bei Temperaturen bis 35 Grad Celsius seinen persönlichen Albtraum.
Der Korbacher konnte beim 3:6, 3:6, 6:4, 6:3, 6:7 (2:7) gegen Benoit Paire (Frankreich) eine 5:2-Führung im entscheidenden Satz nicht nutzen und seine Pleitenserie in Flushing Meadows nicht stoppen. "Das ist frustrierend. Wie ich gespielt habe, war schlimm. Es kann eigentlich nicht sein, dass ich es zweimal nicht schaffe, zum Matchgewinn aufzuschlagen", sagte Schüttler.
Petzschner indes erreichte nach dem 6:3, 6:1, 6:1 gegen Dusan Lojda (Tschechien) die zweite Runde und trifft dort auf den an Position drei gesetzten Novak Djokovic oder Viktor Troicki (beide Serbien). Görges überstand danach als insgesamt dritter deutscher Tennisprofi die Auftaktrunde durch ein 6:3, 6:4 gegen Romina Oprandi. Einen Tag zuvor hatte Andreas Beck (Stuttgart) das Zweitrunden-Ticket gelöst.
Schüttler, im Big Apple wieder einmal der älteste Spieler im Einzel-Feld, kassierte beim letzten Grand-Slam-Turnier des Jahres bereits die fünfte Auftaktpleite in Folge und hat mittlerweile ein New-York-Trauma. In den kommenden Wochen werden wohl auch deshalb die fast schon obligatorischen Rücktrittsgerüchte aufkommen. "Ich werde in einem halben Jahr, in einem Jahr oder in anderthalb Jahren aufhören", sagte Schüttler dazu.
Doch die Zahlen sprechen derzeit gegen ihn: Seit seinem überraschenden Halbfinaleinzug in Wimbledon 2008 ist der "Shaker" bei sieben der vergangenen zehn Grand-Slam-Turnieren bereits in der ersten Runde gescheitert. Über die zweite Runde kam er kein einziges Mal mehr hinaus. Schüttler, vor sechs Jahren noch die Nummer fünf der Welt, ist derzeit nur noch 91. der Weltrangliste - im Januar war er sogar aus den Top 100 herausgefallen. Zuletzt hatte er aber immer wieder betont: "Solange ich noch Spaß habe, mache ich weiter. Und ich habe noch Spaß." sid