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Biathlon

Michael Greis verzweifelt auf Formsuche

Lange war Michael Greis der deutsche Vorzeige-Biathlet. Doch nun läuft der Allgäuer nach einer Verletzung seiner Bestform weit hinterher.

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SID
Artikelbild: Michael Greis verzweifelt auf Formsuche Sorgt sich um seine Form: Biathlet Michael Greis.

Antholz Michael Greis grübelt. Michael Greis grantelt. Michael Greis geht es nicht gut. Der Versuch des dreifachen Biathlon-Olympiasiegers von 2006, nach seiner Wettkampfpause in der Höhe von Antholz den Anschluss an die Weltspitze wieder herzustellen, endete mit einem enttäuschenden 32. Platz im Sprint und der vorzeitigen Abreise wegen einer aufziehenden Erkältung. Am 29. Februar wird die WM in Ruhpolding eröffnet. Die Chancen des 35-Jährigen, dann zum DSV-Team zu gehören, schwinden von Woche zu Woche.

Greis, der Perfektionist, Tüftler, Kämpfer, Olympiasieger, Weltmeister und Gesamtweltcupgewinner, wirkt ratlos. Keinen einzigen Schießfehler leistete sich der Nesselwanger im Sprint, um am Ende doch ewig wirkende 1:44,2 Minuten hinter Überraschungssieger Fredrik Lindström aus Schweden zu liegen. Viele Worte, den Rückschlag zu erklären, fand Greis nicht. "Die Form fehlt" oder "die Skier liefen nicht hundertprozentig", so lauten seine lapidaren Erklärungen.

Dabei hätte dieser Winter sein Winter werden sollen. Ein letztes Mal wollte es der Altmeister der Konkurrenz zeigen. Vor allem bei "seiner" WM in Ruhpolding. Dann der Schock. Am 18. August meldet der Deutsche Skiverband (DSV): Greis am Sprunggelenk operiert. Beim Fußballspielen hatte sich Greis eine "Syndesmose-Ruptur mit knöchernem Ausriss" zugezogen. Auf gut deutsch: Operation, Gips, sechs Wochen Pause.

Greis nahm den Kampf auf, kehrte früher als erwartet ins Training und schließlich auch in den Weltcup zurück. Aber auf dem höchsten Niveau sind sechs Wochen Zwangspause eine Ewigkeit. Spätestens der 53. Platz im Sprint von Hochfilzen führte deutlich vor Augen, wie weit der Weg zurück noch werden würde.

"Michi ist in einer schwierigen Situation. Er merkt, dass er nicht gegenhalten kann. Aber wir haben noch ein paar Tage Zeit bis zur WM. Ich glaube, dass der Michi auch wieder kommt", spricht Bundestrainer Uwe Müssiggang Greis Mut zu.

24.01.2012 - 08:30 Uhr

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