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Sparkurs spaltet Hoffenheim

Lakic-Transfer geplatzt - Mäzen Hopp setzt auf eigene Talente

Der Wechsel von Srdjan Lakic (VfL Wolfsburg) zu Hoffenheim ist vorerst geplatzt. Mäzen Dietmar Hopp ist nicht mehr bereit, jeden Transfer zu finanzieren. Manager Ernst Tanner steht vor einer schweren Situation.

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SID
Artikelbild: Lakic-Transfer geplatzt - Mäzen Hopp setzt auf eigene Talente Hoffenheims Trainer Holger Stanislawski kann vorerst keinen neuen Stürmer in seinem Team begrüßen. Der Transfer von Srdjan Lakic ist geplatzt. Foto: dpa

Hoffenheim Das Trikot mit der Nummer neun bleibt bei Fußball-Bundesligist 1899 Hoffenheim vorerst verwaist: Nach den Abgängen von Vedad Ibisevic zum VfB Stuttgart und Chinedu Obasi zu Schalke 04 ist der Wechsel von Srdjan Lakic (VfL Wolfsburg) zunächst am Sparkurs der Hoffenheimer gescheitert. "Aus wirtschaftlichen Gründen können wir den Stürmer nicht verpflichten", sagte Hoffenheims Manager Ernst Tanner.

Da stellt sich die brennende Frage: Wer soll in der Rückrunde die Treffer für den Klub schießen? Mit 20 Toren in 19 Spielen stellen die Kraichgauer den viertschwächsten Angriff der Liga, alleine fünf davon gingen auf das Konto von Ibisevic. Dass jetzt kein adäquater Ersatz verpflichtet wird, macht deutlich, dass sich zwischen den Verantwortlichen einige Gräben auftun.

Die Entscheidung gegen einen Lakic-Transfer wurde in einem mehrstündigen Gespräch zwischen Tanner, Trainer Holger Stanislawski und Mäzen Dietmar Hopp gefällt. Offenbar hat sich Hopp mit seinem Sparkurs gegen die sportlichen Argumente von Trainer und Manager durchgesetzt. "Die Entscheidung zeigt, wie hart in Hoffenheim der Sparkurs durchgezogen wird", sagt Tanner, warnt aber gleichzeitig: "Die Grenze ist erreicht. Man kann nicht innerhalb eines Jahres korrigieren, was in den drei Jahren zuvor falsch gemacht worden ist."

In der Vergangenheit hatte Hopp rund eine viertel Milliarde in den Verein und die Infrastruktur investiert. Daraus scheint der Mäzen seine Schlüsse gezogen zu haben. "30 Millionen Euro, oder wie viel auch immer, sind verschenkt worden", sagte Hopp. Bereits zuvor hatte er die bisherige Transferpolitik seines Klubs kritisiert und angekündigt in Zukunft vermehrt auf den eigenen Nachwuchs zu setzen.

Ohne einen treffsicheren Stürmer in die Rückrunde zu gehen, wäre für Hoffenheim ein schwer kalkulierbares Risiko. Bei einem schlechten Saisonverlauf droht Hoffenheim nun sogar der Abstiegskampf. Nur fünf Punkte trennen den Tabellenachten derzeit vom Relegationsplatz. "Man wäre leichtsinnig, wenn man nicht nach unten schauen würde", sagte Hopp.

31.01.2012 - 08:30 Uhr

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